Komplementärmedizin

Die Komplementärmedizin ist ein sehr aktuelles und heiß diskutiertes Thema. In den Medien stoße ich zur Zeit immer wieder auf neue Beiträge, die unterschiedliche Sichtweisen beinhalten. Dabei werden oft führende Ärzte in diesen Bereichen zitiert und deren Meinung dargestellt.

Zuletzt habe ich Bezug auf einen Artikel im Spiegel und im stern genommen.

Außerdem habe ich euch schon den Apotheker Uwe Gröber, Dr. Ralph Mücke, Dr. Peter Holzhauer und Dr. Josef Beuth vorgestellt, die alle u.a. in diesem Bereich tätig sind.

Das Thema ist aus gutem Grund aktuell und auch ich nehme immer wieder Bezug darauf. Die Komplementärmedizin ist ein Feld, das zwar schon ein wenig erforscht wurde, aber noch weit am Anfang steht. Hier kann man sich gar nicht genug informieren, um einigermaßen einen Überblick zu bekommen. Daher versuche ich euch das Thema auch anhand verschiedenster Quellen und Sichtweisen zu veranschaulichen.

Gerade bin ich wieder auf einen neuen Artikel gestoßen, dieses Mal in der Zeit.

Matthias Rostock ist Onkologe im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und beschäftigt sich mit Komplementärmedizin. Früher war er mal Heilpraktiker, dann hat er Medizin studiert.

Ein Krebspatient, der mitten in der Bestrahlung ist, kommt zur Beratung zu Matthias Rostock. Er empfiehlt ihm Granatapfelsaft. In zwei Studien haben sich hier positive Wirkungen bei Prostatakrebs gezeigt.

Die Mauer zwischen Universitätsklinik und Komplementärmedizin ist hoch. Viele Ärzte haben kein Vertrauen in Ergänzungen wie Granatapfelsaft.

Doch mehrere Universitätskliniken bieten derzeit ein neues Projekt, das Kokon (Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie) – Projekt an, das auch von der Deutschen Krebshilfe unterstützt wird. In dem Projekt sollen Standards für die komplementär-medizinische Beratung entwickelt und die „sanfte“ Methode der Krebsbehandlung bewertet werden.
Das soll auch dafür sorgen, dass Krebspatienten nicht in die Hände von Scharlatanen geraten.

Matthias Rostock spricht sich klar für ergänzende Methoden aus und empfiehlt keinesfalls die Bestrahlung abzubrechen. Außerdem ist er studierter Arzt in einer Univiversiätsklinik.

Es gibt jedoch dutzende Behandlungsmöglichkeiten, die teilweise auch in der Alternativmedizin ( = keine ergänzende, sondern alternative Methode zur klassischen Medizin). Wie zum Beispiel die sog. B-17 Therapie. Patienten schlucken etwa 60 Aprikosenkerne, weil deren Inhaltsstoffe angeblich Tumorzellen abtöten.

Solche Ansätze zeigen, man muss als Patiente extrem aufpassen und kein zu großes Risiko eingehen. Auch wenn deren Anwender auf die Wirksamkeit solcher Therapien schwören.

Es gibt etliche weitere Möglichkeiten, Am weisten verbreitet sind Miselextrakte, die man sich unter die Haut spritzt. Außerdem vergorener Tee, Vitamin-C-Infusionen, Bachblüten, Akupunktur, Pilze oder Enzym-Gemische. Das alles soll Nebenwirkungen einer Chemo- und Strahlentherapie senken, was als komplementäres Verfahren durchaus Sinn machen kann. Kritisch hinterfragen sollte man das allerdings, wenn es tatsächlich alternativ zu konventionellen Methoden vorgeschlagen wird.

 

 

 

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/04/komplementaermedizin-krebs-forschung

Josef Beuth – Leiter für Naturheilverfahren

Auch Josef Beuth hat sich auf ergänzende Mittel in der Krebstherapie spezialisiert. Er ist Leiter des Instituts für Naturheilverfahren an der Universität Köln.

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(Quelle: http://koeln-magazin.info/typo3temp/pics/2568c44374.jpg)

„Isst man beispielsweise ein bis zwei Paranüsse in der Woche, hat man bereits viel für seine Vorsorge gegen Prostata-, Magen- und Darmkrebs getan. Das in der Nuss enthaltene Selen wirkt als Antioxidans und schützt somit die Zellen. Ähnlich verhält es sich mit dem roten Farbstoff in Tomaten, Kirschen oder anderem roten Obst und Gemüse.“ so das Kölner Magazin über die Ansichten von Josef Beuth (Quelle: http://koeln-magazin.info/josefbeuth.html)

 

Naturmedizin sieht den Menschen ganzheitlich. Eine Kombination aus Sport, guter Ernährung und gegnügend Entspannung ist das A und O, um Krankheiten vorzubeugen.

Wenn es den Körper erwischt, gibt es aber auch viele Möglichkeiten den menschlichen Organismus wieder auf Trab zu bringen, indem man natürliche Mittel verwendet.

Starke Nebenwirkungen können mit Naturheilverfahren gut behandelt werden und so zur gewünschten Heilung führen. Inbesondere bei schweren Erkrankungen wie Krebs, kommen Menschen zu Josef Beuth ins Institut. Der Markt ist zu unüberschaubar für Laien und es ist schwierig herauszufinden welche Spurenelemente, Vitamine, Mikronährstoffe etc. im indivduellen Fall helfen und welche schaden.

„Für Laien ist es ganz, ganz schwer, sich in dem großen Angebot zurechtzufinden und zwischen sinnvollen und nicht sinnvollen Naturheilverfahren zu unterscheiden“, so Beuth. Unter den Anbietern gibt es nämlich viele, die nur Geld machen wollen, also absichtlich die Ängste der Erkrankten ausnutzen, um Profit zu machen. Sie bieten dann unter dem Label der „Alternativen Medizin“ Wege an, wie man ohne schulmedizinische Therapie und Eingriffe schwere Erkrankungen behandeln kann.“, so Josef Beuth.

„Naturmedizin kann bei solch schwerwiegenden Krankheiten nie eine Alternative sein, sondern allenfalls eine sinnvolle Ergänzung“, führt er weiter an.

Die Kosten für eine Beratung und Behandlung im Kölner Institut sind nicht sehr hoch. Bei Privatpatienten werden die Kosten komplett erstattet. Kassenpatienten müssen mit einer Rechnung von 40 Euro rechnen.

Schwerpunkt im Kölner Institut ist unter den Krebserkrankungen vor allem Brustkrebs.

Naturheilverfahren werden laut einer Umfrage des Instituts von 80 % der Bevölkerung im Vergleich zu Medikamenten bevorzugt. Das Problem ist, dass es noch zu wenig verlässliche Ergebnisse gibt. Genau hier setzt das Kölner Institut daher an und führt Forschungen in diesem Bereich durch.Nebenwirkungen aggressiver Chemo- und Strahlentherapien lassen sich durch Naturheilverfahren am Institut erheblich verringern. Erst kürzlich haben Josef Beuth und seine Mitarbeiter herausgefunden, dass ein Eiweiß aus der Linse ideal nach einer Hormontherapie eingesetzt werden kann. Es schützt und regeneriert die Schleimhäute. Offene, schmerzende Stellen, beispielsweise an den Händen, werden damit vermieden.

Das erhöht die Lebensqualität der Patienten enorm.

 

 

Selenpreis für Dr. med. Ralph Mücke

Dr. Ralph Mücke arbeitet als Leitender Arzt im Klinikum Lippe und beschäftigt sich sehr intensiv mit Selen, insbesondere im komplementären Einsatz zur Standardtherapie bei Krebs.


(Quelle: http://www.klinikum-lippe.de/uploads/pics/2010_11_Strahlentherapie_klein.jpg)

2012 erhielt er auf Grund seiner Forschung den Selenpreis. Dieser Artikel erschien auf der Seite des Klinikums dazu:

„Für seine Forschung zur Bedeutung von Selen in der Medizin wurde jetzt Dr. med. Ralph Mücke, Leitender Arzt der Klinik für Strahlentherapie am Klinikum Lippe Lemgo, ausgezeichnet. Den mit 2.500 Euro ausgestatteten „Selenpreis“ der biosyn Arzneimittel GmbH nahm er während der „4. Warnemünder Tage für Komplementärmedizin“ entgegen.

Dr. Mücke setzte sich mit den Folgen einer Unterversorgung des Körpers mit Selen auseinander. Er ging der Frage nach, inwieweit sich durch die Einnahme von Selenarzneimitteln in der Strahlentherapie das Auftreten von Nebenwirkungen reduzieren sowie die Lebensdauer der Patienten verlängern kann.

Mit dem Sonderpreis wurde die herausragenden Studienergebnisse des 51-Jährigen Mediziners gewürdigt. Er hat über sechs Jahre lang bei Patientinnen mit Gebärmutterkrebs untersucht, in welchem Umfang die Einnahme von Natriumselenit vor und während der Strahlentherapie das Auftreten der behandlungstypischen Diarrhoe beeinflusst. Sein Ergebnis: Häufigkeit und Schwere der Durchfälle sind umso geringer, je höher der Selenspiegel im Blut der Patientin ist.

Außerdem stellte der Wissenschaftler in seiner Langzeitbeobachtung fest, dass offensichtlich auch ein Zusammenhang zwischen Selen und Überlebenszeit besteht. Von den Patientinnen, die der Selengruppe angehörten, lebten nach zehn Jahren noch 58,8 Prozent, gegenüber 44,8 Prozent in der Kontrollgruppe. Damit wurde erneut belegt, dass die zusätzliche Selengabe die Standardtherapie nicht negativ beeinträchtigt.“

(Quelle: http://www.klinikum-lippe.de/patienten/aktuelles-presse/news/article/selenpreis-fuer-dr-med-ralph-muecke.html)

Aktuelles zur komplementären Therapie

Der große und entscheidende Unterschied zwischen Alternativmedizin und komplementärer Medizin ist, dass die Alternativmedizin die klassischen Methoden ersetzen will, während die komplementäre Medizin lediglich eine Ergänzung darstellt.

Gerade bin ich auf einen aktuellen Artikel vom 11. August gestoßen, der die Inhalte einer öffentlichen Vorlesung in der Universitäts-Frauenklinik in Freiburg zusammenfasst.

Eingeladen waren zwei Referenten. Zum einen Josef Beuth, Leiter des Instituts zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren in Köln, und zum anderen Roman Huber vom Zentrum für Naturheilkunde der Uniklinik Freiburg.

Thema der Voträge: Welche ergänzenden Maßnahmen sind neben einer Standardtherapie bei Krebs sinnvoll?

Beuthers Meinung ist, dass Ernährung, Bewegung und Psychoonkologie, also die psychologische Betreuung von Krebspatienten, wissenschaftlich anerkannte begleitende Maßnahmen sind. Sie können die Lebensqualität verbessern und indirekt die Heilungschancen erhöhen.

Zum Thema Ernährung, ging Beuther auf verbreitete Mythen ein. Weder eine spezielle Diät noch der Verzicht auf Zucker können das Tumorwachstum beeinflussen. Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung trägt aber zu einem guten Allgemeinzustand von Krebspatienten bei.

Neben Ernährung, spielt Bewegung eine wichtige Rolle, mit der viele Nebenwirkungen in den Griff zu kriegen sind. Drei bis vier Stunden Bewegung pro Woche sind hier ratsam.

Im Rahmen der Psychoonkologie lernt der Patient zu fragen: Was ist gut für mich? Mit Entspannungsmethoden, Kunst- oder Gesprächstherapien wird der Seele mehr Raum gegeben. „Das Ziel ist, einen gesunden Egoismus zu entwickeln“, erklärte Beuth.

Nährungsergänzungsmittel sind seiner Meinung nach nicht sinnvoll.

Einzige Ausnahme:
Beuth hat gute Erfahrung in Studien mit einer Kombination aus Enzymen, Selen und einem Linsenextrakt gemacht, die Nebenwirkungen der Krebstherapie auf die Schleimhäute mindern.

Heiß umstritten ist außerdem die Immuntherapie, die dem menschlichen Körper helfen soll die Tumorzellen selbst zu bekämpfen. Selbst die bekannte Misteltherapie ist nur eingeschränkt empfehlenswert. Die Wirkung ist nicht wirklich belegt, weil alle Studien methodische Mängel aufweisen. Misterlpräparate können während einer Chemotherapie außerdem die Nebenwirkungen auf die Haut verstärken. So die Meinung von Beuther.

Roman Huber, sein Folgeredner, hat hier eine andere Ansicht. Mit einer Dosisverringerung könnte man dieses Problem verhindern. Herr Huber berät mehr als 5000 Patienten, wovon ein Drittel Tumorpatienten sind.

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(Quelle: http://sonnenpraxis.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/10/Aku.jpg)

Akupunktur und Akupressur können Übelkeit sowie Schmerzen während einer Chemotherapie reduzuieren. Ebenso sei eine Anwendung von Wickeln mit ätherischen Ölen hilfreich. Auch homööpathische und anthroposophische Medizin setzt Roman Huber ein. Diese Methoden sind zwar nicht wissenschaftlich anerkannt, aber können auch nicht schaden.

Mistel Therapie
(Quelle: http://images.zentrum-der-gesundheit.de/images/titelbild/misteltherapie.jpg)

Anders als Beuth, hält Huber wie schon erwähnt sehr viel von der Mistelpflanze, die in Freiburg einen Forschungsschwerpunkt darstellt. „Wir haben gute Daten, dass sie während einer Chemotherapie Nebenwirkungen reduziert, ohne die Therapie abzuschwächen“, so Huber.

Den ganzen Artikel gibt es hier.

 

 

Komplementäre Onkologie in der Praxis

Ich habe euch inzwischen schon einige Studien und Befunde zum Einsatz von Mikronährstoffen (wie auch Selen) in der komplentären Onkologie vorgestellt. Deshalb möchte ich euch heute einen Arzt vorstellen, der das Ganze in der Praxis anwendet.

Bei der Diagnose Krebs, spielt sich häufig das gleiche Szenario ab. Operation, Bestrahlung und meistens Chemotherapie. Die Patienten sind danach oft in einem sehr schlechten Zustand. Das Immunsystem versagt, sie verlieren Gewicht, die Muskulatur bildet sich zurück, sie haben schlechte Blutwerte und sind extrem erschöpft.
Die komplementäre Therapie setzt genau an diesen Erfahrungen an. Sie soll unterstützend zur Chemotherapie wirken und diese Symptome verhindern.

Dr. med. Peter Holzhauer

Dr. med. Peter Holzhauer
(Quelle: http://ioz-muenchen.de/system/html/IOZ_Teil%202%20Nr.108.JPG-d8d4b739.jpg)

Er leitet derzeit als Chefarzt die Abteilung für Onkologie und Komplementärmedizin des onkologischen Zentrums Oberaudorf, Klinik Bad Trissl. Sein Schwerpunkt liegt auf der Integration von komplementär-medizinischen Behandlungen und onkologischen Standardtherapien. Darunter fällt unter anderem die Behandlung von Nebenwirkungen während einer Chemo- und Strahlentherapie.  Spezialisiert hat er sich auf die moderne Ernährungsmedizin und die Therapie mit Mikronährstoffen.

Dr. med. Peter Holzhauer führt diese Behandlungen seit Jahren zusätzlich zur klassischen Chemotherapie durch.

Weitere Infos findet ihr auf der offiziellen Homepage der Klinik Bad Trissl:

http://www.klinik-bad-trissl.de/?newlang=de

 

Ergänzende Verfahren bei Krebs

Zum Thema komplementäre Onkologie bin ich heute zufällig auf ein Video von Dr. Ralph Mücke gestoßen.

Er ist Facharzt für Strahlentherapie und ist als leitender Arzt im Klinikum Lippe tätig. Neben dieser Tätigkeit beschäftigt er sich außerdem seit zehn Jahren mit dem komplementären Einsatz von Ergänzungsmitteln in der Onkologie.

http://www.klinikum-lippe.de/uploads/darmzentrum_slider_07.jpg(Quelle: http://www.klinikum-lippe.de/uploads/darmzentrum_slider_07.jpg)

https://www.youtube.com/watch?v=QUQqFvfkFyk

Im Video macht er einen sehr kompetenten Eindruck. Was mir vor allem gefällt, ist dass er die Ergänzungsmittel nicht nur in den Himmel preist, sondern auch auf realistische Gefahren, die sich bei zusätzlicher Einnahme ergeben können, aufmerksam macht.

Er nennt u.a. auch Selen, das sich zur unterstützenden Einnahme eignet. Mit dem Spurenelement beschäftigt er sich schon längere Zeit. Weiterhin fällt ein ganz neues Mittel, namens Taxifolin, das bereits in Tierversuchen die Tumorzellen bei Lungenkrebs reduzieren konnte.

Dr. Mücke weist auch darauf hin wie wichtig es ist solche Einnahmen stets mit seinem betreuenden Arzt abzusprechen. Die Ergänzungsmittel müssen auf die spezielle Situation des Patienten abgestimmt werden. Manche helfen. Doch manche können auch schaden.

Wichtig ist, dass es genügend Studien über die genaue Wirkung der Mittel gibt.

 

 

 

Die Schilddrüse – der Chef des Hormonhaushalts

Ein kleines unscheinbares Organ. Die Funktion wurde in der Geschichte lang diskutiert. Es gab Vermutungen, dass es nur zur Verschönerung des Halses dient. Vor allem bei Frauen. Dass es ein Gleitmittel für die Luftröhre ist. Die Diskussion endete erst im Jahr 1909 mit der Nobelpreisverleihung an den Schweizer Chirurgen Emil Kocher.

Heute weiß man: Die Schilddrüse ist nicht nur ein Steuerungsorgan im menschlichen Körper, es ist DAS Steuerungsorgan schlechthin. Die beiden Hormone Trijodthyronin und Thyroxin beeinflussen den Stoffwechsel, die Herzfunktion, die Verdauung, Nerven- und Muskelfunktion, Sexualität und Fruchtbarkeit sowie das Heranreifen des ungeborenen Lebens während der Schwangerschaft.

Bei Schilddrüsenerkrankungen kann es zu einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kommen.Eine Krankheit ist beispielsweise das Allan-Herndon-Dudley-Syndrom. Hier kann das T3-Schilddrüsenhormon nicht richtig in die Nervenzellen geschleust werden. Die Patienten haben Entwicklungsstörungen des zentralen Nervensystems, können oft nicht sprechen und ihre Muskelbewegungen nicht koordinieren.
Während das zentrale Nervensystem einer Unterfunktion erliegt, leidet z.B. die Leber an einer Überfunktion, weil das T3-Hormon, das nicht in die Nervensystemzellen geschleust wird, in zu hohen Mengen in die Leberzellen gelangt.
Die Leber zeigt daher Symptome einer Hyperthyreose, also einer Überfunktion auf.

Hier befindet sich die Schilddrüse:

Schilddrüse
(Quelle: http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fapotheke.pharma-fuchs.de%2Fwp-content%2Fuploads%2FSchilddr%2525C3%2525BCse.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fapotheke.pharma-fuchs.de%2Fmedikamente-fur-die-schilddruse%2F&h=300&w=400&tbnid=TREO1dlvbFb3_M%3A&zoom=1&docid=XrvxjFOrAkX_2M&ei=Fm7jU_OdFYqj4gSqyYHIDA&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=413&page=3&start=82&ndsp=48&ved=0CEsQrQMwFzhk)

Sie ist 10 bis 20 Gramm schwer und liegt unterhalb des Kehlkopfes. Sie ist ungefähr so groß wie eine Walnuss.

Was bewirken die Hormone der Schilddrüse konkret?

Die Homorne wirken auf alle Zellen des Körpers. Sie erhöhen die Darmaktivität, steigern den Appetit, beeinflussen den Fettstoffwechsel, steigern den Knochenumsatz und die Anzahl der Mitochondiren in den Zellen und fördern die Glukoseaufnahme in den Zellen. Bei einer Überfunktion ist es daher nicht überraschend wenn sich der Körper im Dauerstress befindet. Betroffe sind unruhig und nervös, leiden unter Herzklopfen, Schlafproblemen, Haarausfall, Gewichtsverlust, häufigen Darmentleerungen, Muskelschwäche und Kraftlosigkeit.
Bei einer Unterfunktion geschieht das Gegenteil. Der Herzschlag verlangsamt sich, Erkrankte legen an Gewicht zu, leiden an Verstopfungen, Unfruchtbarkeit, Erschöpfung und Depression.

Selen-und-Schilddruese

In der Patientenbroschüre „Selen und Schilddrüse“ wird darauf eingegangen, wie man gegen diese Erkrankungen vorgehen kann! Außerdem werden weitere Informationen und Hilfestellungen schön einfach und anschaulich dargestellt.

 

Alternative Therapien – eine andere Sichtweise

In meinem letzten Beitrag Alternativ-Medizin: Spiel mit dem Feuer, habe ich die Meinung eines stern-Redakteurs dargestellt, der sich ziemlich stark gegen diese Behandlungsmöglichkeit ausspricht.

Heute möchte ich euch einen Artikel vom Spiegel vorstellen, der diese Ansicht wieder ein wenig relativiert.

Todkranke nutzen immer häufiger alternative Methoden. Dadurch versprechen sie sich zwar keine Heilung, wollen aber ihre Lebensqualität verbessern. Das Angebot ist riesig. Mistelzweige, die gegen Lungenkrebs helfen. Ayurveda als Hilfe bei einem Hirntumor. Auch Selen gehört dazu

Wenn die klassische Schulmedizin versagt, wird oft zu solchen Methoden gegriffen. Es gibt viele Fälle, bei denen Chemotherapien bis zum Lebensende verordnet werden, auch wenn sie den Tumor nicht besiegen können. Der Zustand des Patienten ist in dieser Phase meist miserabel. Die Nebenwirkungen beeinträchtigen das Leben so stark, dass er keine Freude mehr daran hat. Sicherlich  ist oftmals die Chemotherapie der Schlüssel zum Erfolg. Aber wenn das nicht so ist, resignieren die Menschen und wollen wenigstens ihre letzte Zeit nicht in dauerhaft erschöpftem Zustand verbringen.

Die positive Wirkung der komplementären Medizin ist jedoch nicht immer nachweisbar. Oft werden unterschiedliche Methoden kombiniert bzw. generell lässt sich nicht immer feststellen was genau die Ursache für eine Verbesserung ist.

Der Mediziner Ralph Mücke vom Klinikum Lippe konnte bsp. herausfinden, dass Selen die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie deutlich senkt. Zuvor hatten Kollegen gerade das Gegenteil herausgefunden.

Ein schwieriges Thema also. Bei Ärzten weckt es durchaus großes Interesse, viele trauen den Methoden jedoch noch nicht und zeigen sich skeptisch.

Hier bedarf es vor allem mehr klinischer Studien mit deutlichen Erkenntnissen. Die klassischen Methoden komplementär zu ergänzen könnte sicherlich sinnvoll sein. Jedoch ist das Angebot riesig und alles zu kombinieren kann vielleicht mehr schaden als helfen.

Die Forschung muss hier auf jeden Fall fortgeführt werden, so kann man möglicherweise schon bald genauere Aussagen treffen.

Spiegel-Artikel

 

Alternativ-Medizin bei Krebs: Spiel mit dem Feuer

Heute möchte ich mich auf einen interessanten Artikel über Alternativ-Mediziner bei Krebs vom stern beziehen. Im Artikel geht es um Heilungsmethoden von Krebs. Und dabei vor allem um Alternativ-Mediziner, die losgelöst von der Schulmedizin mit alternativen Methoden Erfolg auf Heilung versprechen.

http://www.fuersie.de/sites/fuersie/files/styles/1024x768/public/images/alternativ-medizin.jpg
(Quelle: http://www.fuersie.de/sites/fuersie/files/styles/1024×768/public/images/alternativ-medizin.jpg)

Ein stern-Redakteur und eine Schauspielerin, die angeblich an Brustkrebs erkrankt ist, machten sich auf den Weg, um verschiedene Praxen und Kliniken von Alternativ-Medizinern abzuklappern und deren Kompetenz zu testen. „[Sie] stieß[en] unter anderem auf Versprechungskünstler, die die Krankheit in zwei Tagen besiegen wollte (stern 2014)

Die Meinung des stern-Redakteurs: „Wer sich mit einer heilbaren Krebserkrankung arglos in den Dschungel der Wunderheiler begibt, riskiert den Tod“ (stern 2014).

Der stern-Redakteur teilt durchaus die Vorwürfe gegen klinische Medizin. Es werden immer mehr neue und extrem teure Chemotherapien auf den Markt gebracht. Und auch Ärzte treffen falsche Entscheidungen.
Dennoch hat die Onkologie in den letzten Jahrzenten viel erfrolgreiche Behandlungen von Krebserkrankungen nachzuweisen.

Die erste Frage, die sich im Falle einer Krebsdiagnose meist zuerst aufdrängt ist: OP, ja oder nein?

Von den zwanzig besuchten Alternativ-Medizinern, hielten zwölf eine Operation für verzichtbar an. Obwohl der vorgegebene Brustkrebs in einem Frühstadium war, bei der mit einer Operation die Patientin mit bis zu 90 Prozent auch noch zehn Jahre später krebsfrei wäre. Sie argumentierten mit Spontanheilungen, die der Körper durch eigene Schutzmechanismen hervorruft.

Viele der besuchten Mediziner waren eigentlich gar nicht in der Lage die Befunde richtig zu deuten. Trotzdem maßten sich einige davon eine Beurteilung an, wie bösartig der Tumor wäre und ob eine Operation nötig ist. Nur wenige verwiesen auf einen Schulmediziner bzw. erklärten, dass das außerhalb ihres Wissens liege und sie nur für eine alternative Beratung geeignet wären.

Das Rechercheergebnis erlaubt zwar kein pauschales Urteil über die sanften alternativen Heilmethoden. Es ist nur eine kleine Stichprobe. Aber Heilmediziner müssten stärker beaufsichtigt werden. Wenn man als Patient an den falschen gerät, risikiert man sein Leben.

 

Den kompletten Artikel, den ich wirklich sehr weiter empfehlen kann, könnt ihr euch hier anschauen: STERN_Heiler