Selen – Unterstützung für das Immunsystem

Bei vielen Tumorerkrankungen ist der Selenspiegel bei den Patienten erniedrigt. Es ist ratsam diesen Selenmangel auszugleichen, weil Selen für eine optimale Funktion des Immunsystems unverzichtbar ist, und die Immunabwehr gegen Krebszellen und Infektionen schützt.

Seleneinnahme bei Chemotherapie

Tumortherapien, wie auch die Chemotherapie, haben eine Ausschüttung von freien Radikalen zur Folge, was zu oxidativem Stress führt. Dies beeinträcht gesunde Zellen und kann Zellen des Immunsystems zerstören.

Krebspatienten haben verschiedene Vorteile von einer Seleneinnahme

– verbessert die Immunabwehr gegen Krebszellen- reduziert Nebenwirkungen einer Chemotherapie
– schützt innere Organe wie Herz und Nieren
– scheint einer Resistenz von Tumorzellen gegenüber Zystotika entgegen zu wirken
– steigert die Apotose (=Selbstmordprogramm) von Tumorzellen

Nach Untersuchen fördert Natriumseleneit das Selbstmordprogramm von Tumorzellen und entzieht ihnen ihnen das Glutathion, was die Zellen schützt.

 

Vitamin C in der Krebstherapie

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Viele Krebspatienten, vor allem diejenigen im fortgeschrittenen Stadium, haben oftmals einen Mangel an Vitamin C. Dieser kann sogar so hoch sein, dass er Symptome der bekannten Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut aufweist. (z.B. Muskelschwund, Zahnfleischblutungen, Erschöpfung, Müdigkeit)

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin C, insbesondere durch frisches Obst und Gemüse ist daher zu empfehlen. Um den Körper allgemein mit ausreichend Mikronährstoffen zu versorgen ist es empfehlenswert ein Vitamin-C-haltiges Multivitamin-Mineralstoff-Präparat in physiologischer Dosierung (z.B. 300 mg Vitamin C pro Tagesportion) einzunehmen.

In aktuellen Studien mit Brustkrebspatientinnen konnte man die Häufigkeit von Appetitlosigkeit und Erschöpfungssymptomen deutlich senken. Die wichtigsten Anwendungsbereiche von Vitamin-C- Infusionen sind bei Wundheilungsstörungen nach einer Operation, bei Erschöpfungssymptomen (Fatigue) und bei starker Abmagerung (Kachexie).

 

Ernährung in der Krebstherapie

Mehr Eiweiß und Fette

Eine eiweiß- und fettreiche Ernährung kann sich nach aktuellen Erkenntnissen positiv auf den Verlauf einer Krebserkrankung auswirken. Der Körper eines Krebspatienten benötigt viel Energie, die vor allem durch Eiweiß und Fett geliefert wird. Patienten mit schlechtem Ernährungsstatus sollten wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen. Eine Studie an Darmkrebspatienten zeigt, dass eine hohe Kohlenhydratzufuhr das Wiederauftreten der Krebserkrankung verstärkt und die Sterblichkeit erhöht. Das liegt daran, dass Tumorzellen insbesondere Kohlenhydrate zur Energiegewinnung nutzen.

Professor Dr. med. Holm vom Uniklinikum Mannheim empfiehlt Krebspatienten ähnlich viel Eiweiß zu sich zu nehmen wie ein Kraftsportler. Pro Tag sollten Krebspatienten mindestens 1,4 g bis 2,0 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Die übrigen Kalorien sollten mindestens zu 50

Prozent aus Fett stammen. Kohlenhydrate, wie Kartoffeln, Nudeln, Süßigkeiten, süße Getränke, Weißmehlprodukte,  sollten man in geringeren Mengen zu sich nehmen. Studien belegen, das Krebspatienten von einer eiweiß- und fettreichen, aber kohlenhydratarmen Kost profitieren können.  Durch die Ernährungsumstellung kann sich ihr Körpergewicht und ihre Muskelmasse stabilisieren.

Omega-3-Fettsäuren in der Krebstherapie

Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) wirken dem Gewichtsverlust bei Krebspatienten entgegen. Sie haben eines starke antientzündliche Wirkung. Auch der Appetit wird durch Eicosapentaensäure (EPA) bei den Patienten verbessert.

In Studien konnte man bei Krebspatienten, die unterernährt waren, durch eine Einnahme von Eicosapentaensäure (EPA) das Körpergewicht verbessern, den weiteren Gewichtsverlust verhindern und zu einer besseren Lebensqualität der Patienten beitragen.

Es gibt zudem erste Hinweise darauf, dass die krebszerstörende Wirkung der Chemo- und Strahlentherapie durch Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexansäure (DHA) verbessert werden kann. Empfohlen wird eine Dosierung von täglich 1.500 mg bis 2.000 mg der langkettigen Omega-3-Fettsäuren (EPA + DHA).

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L-Carnitin in der Krebstherapie

Ein Mangel an L-Carnitin liegt vor allem bei chronischen Erkrankungen, insbesondere auch bei Krebserkrankungen vor. Studien zufolge, haben 80 Prozent der Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen einen Mangel an L-Carnitin, der vom Körper nicht ausgeglichen werden kann.

Es gibt vielfältige Ursachen für einen krebsbedingten Mangel an L-Carnitin:

– Ernährungsbedingter Mangel bei Malnutrition (z.B. Mangel an Eisen, Vitamin C, L-Methionin)

– Wechselwirkung mit Chemotherapeutika (z.B. Epirubicin, Doxorubicin) mit der zellulären L-Carnitin- Aufnahme (Transport von L-Carnitin in die Zelle)

– Störung der Biosynthese von L-Carnitin durch Chemotherapeutika (z.B. Epirubicin, Doxorubicin)

– erhöhte Ausscheidung von L-Carnitin über die Nieren (z.B. Cisplatin, Ifosfamid)

L-Carnitin ist im Rahmen einer Krebstherapie auf Grund mehrerer Eigenschaften sinnvoll. Es ist gut verträglich und stabilisiert das Immunsystem. Es hat keinen Einfluss auf die krebszellzerstörende Wirkung der Chemotherapie und schütz gesunde Zellen vor der Chemotherapie. Einige Chemotherapeutika bewirken einen Verlust von L-Carnitin. Das kann die Leistungsfähigkeit und den allgemeinen Zustand des Patienten verschlechtern.

Studien belegen, dass eine Einnahme von L-Carnitin (z.B. 3 mal 1.000 mg pro Tag) bei Krebspatienten zu einer Verbesserung der Lebensqualität und des Ernährungsstatus führt, das Immunsystem stabilisiert und Nebenwirkungen der Chemotherapie (z.B. schädigende Wirkung auf Herzmuskel und Nervenzellen) verringert.

L-Carnitin kann auch mit den langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) kombiniert werden, wenn Krebspatienten körperlich sehr stark geschwächt sind. Dadurch verbessert sich der Ernährungszustand.

Vitamin D in der Krebstherapie

Vitamin D ist im menschlichen Körper an vielen Stoffwechselwirkungen beteiligt. Es handelt sich daher in seiner aktiven Form eigentlich eher um ein Hormon als nur um ein Vitamin.

Vitamin D – Mangel liegt bei Krebspatienten sehr häufig vor. Die Ursache ist zum einen die Krankheit an sich und zum anderen die Behandlung durch die Therapien. Bei unzureichender Vitamin D Versorgung kann die Erkrankung schlechter verlaufen. Zum Beispiel verschlechtert sich die Wirkung einer Chemo- und Strahlentherapie und die Lebensqualität der Patienten verschlechtert sich.

Es ist sinnvoll bei Krebspatienten den Vitamin-D-Status zu überprüfen . Vitamin D wird zu 90 Prozent über die UVB-Strahlen des Sonnenlichts aufgenommen. Ein täglicher Aufenthalt in der Sonne, macht eine Vitamin D Versorgung mit Medikamenten oder Nahrungsergänzungen meist überflüssig.

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(Quelle: http://draxe.com/wp-content/uploads/2013/06/vitamin-d-sunlight1.jpg)

Falls der Mangel doch nicht behoben werden kann, sollte man Vitamin-D-Präparate bis zum optimalen Niveau einnehmen.

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(Quelle: http://www.precisionnutrition.com/wordpress/wp-content/uploads/2013/07/vitamin-d-supplement-gel-caplets_123rf.com_-1024×661.jpg)

In einer aktuellen Studie beobachteten kanadische Wissenschaftler den Krankheitsverlauf von 512 Brustkrebspatientinnen von 1997-2008, also zwölf Jahre lang. Die Frauen waren im Durchschnitt 50,4 Jahre alt. 37,5 Prozent der Frauen hatten zum Zeitpunkt der Diagnose einen Vitamin-D-Mangel . Nur 24 Prozent der Patientinnen waren fast ausreichend mit Vitamin D versorgt. Der Vitamin-D-Mangel begünstigte das Auftreten von aggressiven Brustkrebsformen. Bei Frauen mit Vitamin-D-Mangel war in der Studie das Risiko um 94 Prozent höher, dass der Brustkrebs streut, als bei Frauen mit normalem Vitamin-D-Status. Vorzeitig an der Erkrankung zu sterben stieg bei den Patientinnen mit Vitamin-D-Mangel um 74 Prozent  an.

Krebsmedikamente können Vitamin D abbauen

Viele der Medikamente, die in der Krebstherapie eingesetzt werden, können Vitamin D abbauen. Dadurch wird das Risiko für Knochen-und muskuläre Störungen erhöht.

Aromatasehemmer werden durch Vitamin D verträglicher

Aromatasehemmer ( z.B. Anastrozol, Letrozol) sind Arzneimittel, die bei Brustkrebs von Frauen nach den Wechseljahren als zusätzliche Behandlung angewendet werden. Sie hemmen die Bildung von weiblichen Geschlechtshormonen, den Östrogenen. Diese können das Wachstum von Krebszellen fördern. Häufige Nebenwirkungen dieser Medikamente sind Knochen- und Gelenkschmerzen

sowie Fatigue-Symptome. In einer aktuellen Studie an Brustkrebs-Patientinnen konnte durch die hohe Zufuhr von Vitamin D die Knochen- und Gelenkschmerzen und die Fatigue-Beschwerden , im Vergleich zur Kontrollgruppe, reduziert werden.
Auch bei einer Therapie mit Tamoxifen sollte man ein optimales Vitamin-D-Niveau anstreben.

Wirksamkeit von Bisphosphonaten erhöht sich durch Vitamin D

Bisphosphonate werden nicht nur in der Osteoporosetherapie, sondern auch in der Therapie von Krebserkrankungen eingesetzt (z.B. Knochenmetastasen). Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung kann die Wirksamkeit von Bisphosphonaten erhöhen und Nebenwirkungen reduzieren. Der optimale Vitamin-D-Status bzw. 25-OH-D-Spiegel liegt nach Studien bei 40-60 ng/ml.

Selen in der Krebstherapie

In meinen kommenden Beiträgen möchte ich auf verschiedene Makro-und Mikronährstoffe eingehen, die in Kombination mit einer Krebstherapie sinnvoll sind

Mein erster Beitrag bezieht sich auf den Mikronährstoff Selen.

In Deutschland sind die Böden, wie in vielen anderen Ländern Europas, selenarm. Die Lebensmittel enthalten daher nur wenig Selen. Selbst bei einer ausgewogenen Ernährung nimmt ein Erwachsener kaum mehr als 45 μg Selen über die Nahrung auf. Lebensmittel, in denen viel Selen enthalten ist, sind z.B. Paranüsse, Steinpilze, Innereien (z.B. Nieren) und Seefisch (z.B. Thunfisch)

Eine optimale Selenversorgung beträgt bei einem Erwachsenen etwa 1,5  bis 2 μg Selen pro Kilogramm Körpergewicht. Mit einem solchen Selenspiegel können Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen vorgebeugt werden.
Den Selenspiegel misst man am besten im Rahmen einer Blutuntersuchung, vorzugsweise im Vollblut, da dieser Wert die Langzeitversorgung angibt. Der Serumwert spiegelt lediglich die momentane Versorgung mit Selen wider.

Die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie mit über 13.800 Personen lieferten einen optimalen Selenwert von 110 bis 130 μg/l im Blutserum. Das entspricht etwa einem Wert von 130 bis 155 μg/l im Vollblut. Bei diesem Wert arbeiten die selen-abhängigen Enzyme optimal und das Spurenelement entfaltet seine optimale krankheitsvorbeugende Wirkung.

Den Selenspiegel im Blut zu bestimmen ist sehr wichtig, da zu niedrige aber auch zu hohe Selenwerte negative Auswirkungen haben können. Vor der Einnahme eines Präparates muss daher unbedingt eine Laboruntersuchung stattfinden.

Selen verringert Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie

In klinischen Studien an Krebspatienten, die mit den Chemotherapeutika Cisplatin, Cyclophosphamid, Doxorubicin oder Vincristin behandelt wurden, konnte man durch den gleichzeitigen Einsatz von Selen die schädigende Wirkung der Chemotherapie auf das Blutzellsystem und die Nierenfunktion signifikant reduzieren. Teilweise war auch eine bessere Überlebenschance der Patienten erkennbar. Komplementärmedizinische Ärzte geben daher oftmals Infusionen mit hoch dosiertem Selen (z.B. 1000 μg Natriumselenit) unmittelbar vor der Chemotherapie.

Selen verringert Nebenwirkungen der Strahlentherapie

In Studien an Patienten mit HNO-Tumoren verringerte die Einnahme von Selen zusätzlich zur Bestrahlung signifikant die Schluckstörungen der Patienten. Bei Patienten mit Uterustumoren erzielte eine gleichzeitige Einnahme von Selen im Vergleich zur Placebogruppe signifikant eine geringere Durchfallrate (radiogene Diarrhörate).

Selenform und Dosierungen

In der Krebstherapie eignet sich am besten das anorganische Selen, das Natriumselenit. (Dosierung: 200 bis 500 μg/Tag, peroral). Es ist vom Körper besser verwertbar als das organische Selen und kann seine Wirkung unmittelbar entfalten. Die organischen Selenformen sind Selenomethionin und Selenhefe. Diese können sich, im Vergleich zum Natriumselenit, im Körper anreichern, weshalb toxische Mengen entstehen können.

 

 

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Mikronährstoffmangel bei Krebs

Bei vielen Krebspatienten kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einer Mangelernährung. Die Patienten leiden unter Appetitlosigkeit, vertragen bestimmte Lebensmittel nicht mehr, der Geruch-und Geschmacksinn verändert sich etc. Daher stehen viele wichtige Makronährstoffe wie Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Makronährstoffe sind die natürlichen Träger von Mikronährstoffen. Entsprechend ist der Körper automatisch auch unzureichend mit Mikronährstoffen versorgt. Zu Mikronährstoffen gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Wenn zusätzlich onkologische Basistherapien (Chemotherapie etc.) angewendet werden, wird der Mikronährstoffmangel weiter verstärkt.

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(Quelle: http://gesundundbesserleben.beepworld.de/files/synergie.jpg)

Der Ernährungsstatus lässt sich bei Krebspatienten durch die Einnahme von Vitamin- und Mineralstoff- Präparaten verbessern.  Die meisten Patienten sind nicht ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt. Durch eine Laboruntersuchung kann man feststellen, ob ein Mangel vorliegt. Zum Beispiel kann man den Selenstatus im Vollblut bestimmen oder den Vitamin D Gehalt im Serum ermitteln.

Ein Mikronährstoffmangel kann unterschiedliche negative Auswirkungen haben. Er kann die Gewebe- und Körperstruktur verschlechtern. Die Organfunktionen, der Stoffwechsel und die Immunstabilität können beeinträchtigt werden. Eine Unterversorgung hat außerdem eine schlechtere Wirksamkeit der Chemotherapie zur Folge und kann sich beim klinischen Verlauf und der Prognose der Erkrankung negativ bemerkbar machen.

Studien belegen, dass eine Einnahme von Vitaminen und anderen Mikronährstoffen als ergänzende Maßnahme sinnvoll ist. Sie kann sich positiv auf die Lebensqualität des Patienten auswirken, als auch die Prognose verbessern. In einer Studie der Mayo Klinik wurde bei 1.129 Lungenkrebspatienten das Sterberisiko um 26 Prozent vermindert, wenn die Patienten Mikronährstoff- Präparate einnahmen. Zusätzlich verbesserte sich die Lebensqualität der Patienten.

In der Krebstherapie ist vor allem Vitamin D, Selen, L-Carnitin, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin C zu empfehlen. Selen und Vitamin C sollte jedoch nicht gleichzeitig eingenommen werden.

Mangelernährung bei Krebs

Bei Krebs verlieren viele Patienten ungewollt an Gewicht. Aufgrund der Erkrankung haben sie keinen Appetit und leiden oftmals unter Depressionen. Sie vertragen bestimmte Lebensmittel nicht mehr und ihr Geruchs- und Geschmackssinn verändert sich. Zum Zeitpunkt der Diagnose haben viele bereits schon 30 bis 90 Prozent ihres Gewichts verloren.

Der Gewichtsverlust wird vor allem durch die Nebenwirkungen (Schleimhautschäden, Übelkeit, Erbrechen)  einer Chemo- und Strahlentherapie weiter verstärkt. Der Patient verliert weiter an Gewicht und es tritt eine Mangelernährung auf. Folgen einer Mangelernährung sind oftmals der Abbau von Muskulatur, aber auch von Fettgewebe.

Patienten, die unterernährt sind, haben eine schlechtere Lebensqualität, können deutlich weniger Leistung erbringen, haben eine höhere Sterblichkeitsrate und leiden unter weiteren Begleiterscheinungen.


(Quelle: http://www.mindpicnic.de/media/img/user/floh-1-40470-kreislauf_mangelernc3a4hrung.jpg)

Warum hat man keinen Appetit mehr?

Magen-Darm-Tumore beispielweise lösen oft Durchfall und Erbrechen aus. Dadurch sinkt das Interesse Nahrung zu sich zu nehmen.  Durch die Chemotherapie kann sich außerdem das Geschmacksempfinden verändern. Oft empfinden Patienten einen sehr bitteren Geschmack bei Speisen und Getränken. Übelkeit und Erbrechen sind zusätzliche Nebenwirkungen der Chemotherapie. Ebenso können Mundtrockenheit, Entzündungen im Mund und der Speiseröhre oder Schluckbeschwerden durch einen Tumor eine ausreichende Nahrungsaufnahme erschweren oder gar unmöglich machen.

Wann liegt eine Mangelernährung vor?

Spätestens bei einem Gewichtsverlust von fünf Prozent des gesunden Ausgangsgewichts, sollte man eine Ernährungsdiagnostik durchführen.

Wie viel Energie ein Patient tatsächlich über die Nahrung aufnimmt und was er vermutlich an Kalorien verbraucht, lässt sich leicht erfassen, wenn er oder pflegende Angehörige für einige Tage eine Art Ernährungstagebuch führen. Es werden Mahlzeiten, alle körperlichen Aktivitäten sowie eventuelle Probleme wie Erbrechen oder Durchfall notiert.

Eine Mangelernährung liegt vor, wenn das aktuelle Körpergewicht unter 90 Prozent des Normalgewichts geht. Ein weiteres Anzeichen kann der kontinuierliche Abfall von Albumin und Cholinesterase im Blut sein.