Selen in Kürze – wichtige Fakten die Sie wissen sollten

Selen
Selen ist ein essentielles Spurenelement und muss über die Nahrung aufgenommen werden.

Immunsystem
Selen fördert die Bekämpfung von Krankheitserregern im Körper. Es trägt außerdem zur Produktion neuer Abwehrzellen bei und stärkt die Abwehrkräfte nachhaltig.

Schilddrüse
Erstens schützen selenabhängige Enzyme das Schilddrüsengewebe vor Eigenzerstörung. Zweitens kann das inaktive Schilddrüsenhormon nur mit Hilfe von Selen in das aktive Hormon umgewandelt werden.

Selen über die Nahrung aufnehmen?Die Böden in Deutschland und den Nachbarländern sind arm an Selen. Deshalb enthalten die Lebensmittel relativ wenig Selen und der Selenbedarf kann schlecht über die Nahrung gedeckt werden.

Selenspiegel
Der Selenspiegel wird in Mikrogramm pro Liter angegeben. Der optimale Selenspiegel liegt im Serum bei 110-130 Mikrogramm pro Liter. Der durcchschnittliche Selenspiegel der Deutschen liegt bei 75 Mikrogramm pro Liter.

Selen in Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln
Natriumselenit ist die geeignetste Form von Selen in Arzneimitteln und Nahrungsergänzungen. Es hat den Vorteil, dass es vom Körper sehr gut aufgenommen und leicht wieder ausgeschieden wird.

Schädlichkeit von Selen
Eine Vergiftung mit Selen ist möglich – jedoch nicht mit Produkten aus der Apotheke. Man müsste für eine akute Toxizität 1400 Tabletten bei 70 kg Körpergewicht zu sich nehmen. Für eine tödliche Toxizität wären es mindestens 2500 Tabletten.

Kassenerstattung
Selen-Arzneimittel mit mehr als 50 Mikrogramm Selen Tagesdosis sind bei nachgewiesenem Selendefizit erstattungsfähig

7 wichtige Funktionen der Schilddrüse für den menschlichen Körper

Muskeln
Die Schilddrüsenhormone erhöhen den Eiweißverbrauch der Muskeln. Außerdem erhöhen sie die Energiewgewinnung der Muskeln und die Anspannungs- und Entspannungszeit.

Magen-Darm-Trakt
Die Schilddrüsenhormone steigern die Aktivität der Darmmotorik. Sie wirken auf den Zucker-, Fett-, und Bindegewebestoffwechsel, indem sie deren Umsatz erhöhen.

Knochen
Der Erhalt der Knochensubstanz ist der guten Funktion einer gesunden Schilddrüse zu verdanken, da sie die knochenaufbauenden Zellen beeinflusst.

Gehirn & Psyche
Schilddrüsenhormone regulieren das Wachstum von Neugeborenen und die Entwicklung von Zellen, insbesondere des zentralen Nervensystems. Aber auch bei ausgewachsenen Menschen wirken sie im Nervensystem und führen sie zu einer verstärkten Erregbarkeit der Zellen. Insgesamt wird durch die Wirkung der Schilddrüsenhormone der Energieverbrauch und der Grundumsatz des Organismus erhöht.

Herz
Schilddrüsenhormone wirken auf das Herz und den Kreislauf. Sie führen zu einer Erhöhung der Herfrequenz, des Blutdrucks und der Erweiterung von Gefäßen.

Nägel & Haare
Die Schilddrüse wirkt positiv auf das Wachstum von Haut, Haare und Nägeln.

Haut
Die Hormone der Schilddrüse steigern die Aktivität von Schweiß- und Talgdrüsen der Haut.

Haben Sie eine Schilddrüsenerkrankung?

Bei der Schilddrüse gibt es zwei mögliche Krankheitsformen. Eine Unterfunktion der Schilddrüse oder eine Überfunktion der Schilddrüse. Bei einer Unterfunktion produziert der Körper zu wenig Schilddrüsehormone, bei einer Überfunktion zu viele. Dies macht sich im Körper an verschiedenen Stellen bemerkbar.

1.) Magen-und Darm

Unterfunktion
Der Mangel an Schilddrüsenhormonen kann zu Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit oder Bauchschmerzen führen. Weitere Auswirkungen der Mangelversorgung können ein gestörter Stoffwechsel sein. Daraus kann Gewichtszunahme oder Temperaturempfindlichkeit durch häufiges und schnelles Frieren resultieren.

Überfunktion
Die Überproduktion an Schilddrüsenhormonen führt zu vermehrtem Hungergefühl oder Gewichtsabnahme trotz normaler oder vermehrter Ernährung. Im Blut können erniedrigte Blutfettwerte nachgewiesen werden. Außerdem können Symptome wie Durchfall, Heißhunger oder Bauchschmerzen auftreten.

2.) Muskeln

Unterfunktion
Die Betroffenen leiden unter Muskelschwäche, Muskelverspannungen oder Muskelschmerzen.

Überfunktion
Muskelschwäche, spürbare Kraftlosigkeit, Muskelabbau und Muskelzittern können Symptome sein.

3.) Knochen

Unter- und Überfunktion
Die Knochengesundheit ist gefährdet. Knochenschwund, Osteoporose und dadurch leichte Knochenbrüche können die Folge sein.

4.) Psyche

Unterfunktion
Schwindel, niedriger Blutdruck, langsamer Herzschlag, langsamer Puls und daraus resultierende köperliche Schwäche können Anzeichen sein.

Überfunktion
Es kann zu inneren Unruhen, Gereiztheit, Ungeduld oder emotionaler Labilität kommen. Auch Schlaflosigkeit oder Einschlafprobleme sind Kennzeichen.

5.) Herz

Unterfunktion
Schwindel, niedriger Blutdruck, langsamer Herzschlag, langsamer Puls und körperliche Schwäche können Anzeichen sein.

Überfunktion
Herzrasen, schneller Puls, erhöhter Blutdruck oder Herzrhtymusstörungen.

6.) Haut, Haare und Nägel

Unterfunktion
Sie haben brüchige und harte Nägel oder trockene und strohige Haare. Oder die Haut wird trocken und blass.

Überfunktion
Die Haut wird trocken, juckend, teigig und kühl. Die Körpertemperatur kann sich erhöhen und daduurch schnelles und häufiges Schwitzen hervorrufen. Brüchige Nägel, strohiges Haar oder Haarausfall kann ebenfalls vorkommen.

 

 

 

5 Fragen und Antworten zu freien Radikalen und oxidativem Stress

Was sind freie Radikale bzw. oxidativer Stress?
Freie Radikale sind sauerstoffhaltige Moleküle, die ein oder mehrere ungepaarte Elektronen besitzen und dadurch chemisch sehr reaktionsfreudig sind. Wenn es zu einer Überbelastung mit freien Radikalen kommt – d.h. wenn die Abwehrmechanismen des eigenen Körpers zur Bekämpfung nicht mehr ausreichen – spricht man von oxidativem Stress.

Wie entstehen freie Radikale ?
Bei jeder sauerstoffabhängigen Reaktion im Körper – zum Beispiel bei der Energiegewinnung in den Zellen – entstehen als Nebenprodukt freie Radikale. Außerdem werden sie auch durch Chemikalien, Strahlung, ungesunde Ernährung und Zigarettenrauch erzeugt.

Warum sind freie Radikale gefährlich?
Sie greifen die unterschiedlichsten Verbindungen in der Zelle an und können sie zerstören. Besonders anfällig dafür sind ungesättigte Fettsäuren und die Erbsubstanz. In einer Art Kettenreaktion entstehen dabei neue freie Radikale. Wenn dem Organismus dann nicht genügend Antioxidantien zur Verfügung stehen, sind Zellschädigungen vorprogrammiert.

Welche Krankheiten werden durch freie Radikale begünstigt?
Zahlreiche Studien belegen, dass oxidativer Stress an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt ist, zum Beispiel bei Atherosklerose, Alzheimer, Krebs, Diabetes, Rheuma und Asthma.

Wie kann man sich gegen freie Radikale schützen?
Als Bestandteil mehrerer antioxidativer Enzyme kann Selen die freien Radikale ausbremsen. Weitere natürliche Antioxidantien sind beispielsweise die Vitamine C und E, Beta-Carotin und sekundäre Pflanzenstoffe.