Damit es wieder fließt – Selen bei Lymphödemen

Es ist schmerzhaft und belastend: Die Rede ist vom Lymphödem. Rund 80 000 Menschen in Deutschland leiden darunter. Es tritt beispielsweise bei einer Verletzung der Lymphgefäße nach einer Operation oder nach einer Strahlentherapie infolge einer Krebsbehandlung auf. Patientinnen nach einer Brustkrebsoperation können genauso betroffen sein wie Personen, die mit den Folgen einer Tumorentfernung im Kopf-Hals-Bereich zu kämpfen haben. Je länger so ein Lymphödem besteht, umso größer ist die Gefahr, dass es zu dauerhaften Gewebeschäden kommt.

Was kann man tun? An erster Stelle ist hier natürlich die physikalische Entstauungstherapie zu nennen. Sie umfasst unter anderem die manuelle Lymphdrainage zur Unterstützung des Lymphabflusses, Bewegungsübungen, Hautpflege und die Kompressionstherapie durch feste Bandagen und Kompressionsstrümpfe oder -ärmel.

Das eine spezielle Medikament gegen das unangenehme Übel gibt es nicht. Doch ein Lichtblick ist, dass wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Spurenelement Selen die physikalische Therapie wirksam unterstützen kann. Denn: Die Gabe von hochdosiertem Natriumselenit, das als Medikament zugelassen ist, reduziert das Volumen der Schwellung deutlich und schützt zudem vor allem gegen Entzündungen in dem betroffenen Areal.

Guten Appetit – Gesundes Essen gegen Krebs

Menschen, die sich gesund ernähren, erkranken seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und auch Krebs. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Ernährung bei der Vorbeugung vor Krebs eine wesentliche Rolle spielt. Genauso wichtig ist es, Übergewicht zu vermeiden und für ausreichende Bewegung zu sorgen.

Neue Studie: Grünkohl gegen Krebs

Bislang ist Brokkoli als besonders effektiv gegen Krebs eingeschätzt worden. Das könnte sich nun ändern. Denn: Grünkohl beugt laut einer gemeinsamen Studie der Universität Oldenburg und der Jacobs University in Bremen deutlich besser gegen Krebserkrankungen vor als andere Gemüsearten.

Unterschiedliche Grünkohlsorten wissenschaftlich untersucht

Auf der Suche nach dem perfekten Grünkohl haben Wissenschaftler rund 40 Sorten des Gemüses aus Deutschland, Italien und den USA analysiert. Die Ergebnisse sollen nun für neue Grünkohlzüchtungen genutzt werden.

Was ist das besondere an Grünkohl?

Zwei Arbeitsgruppen unter der Leitung des Oldenburger Biologen Prof. Dr. Dirk Albach und des Bremer Chemikers Prof. Dr. Nikolai Kuhnert haben sich auf die Suche nach dem schmackhaftesten und gesündesten Grünkohl begeben. Sie suchten nach Grünkohlarten, die besonders arm an Bitterstoffen und besonders reich an krebsvorbeugenden Substanzen sind.

Diese besondere vorbeugende Wirkung verdanken diese Grünkohlarten einem hohen Anteil an sogenannten Glucosinolaten. Hierbei handelt es sich um pflanzeneigene Stoffe, die den Grünkohl vor gefräßigen Insekten schützen. Sie machen ihn vor allem für hungrige Raupen zu einer gefährlichen bis tödlichen Mahlzeit. Menschen dagegen können von diesen Substanzen profitieren. Denn beim Zerkleinern des Kohls werden die Glucosinolate in Senföle umgewandelt. „Einige dieser Senföle wirken nachweislich chemopräventiv. Sie können also dabei helfen, Krebserkrankungen vorzubeugen“, sagt Kuhnert. Besonders norddeutsche Grünkohl-Arten wie Frostara, Neuefehn oder Rote Palme wiesen einen hohen Anteil von solchen besonders gesunden Senfölen auf.

Verbraucher profitiert von Forschungen

Für Verbraucher dürfte es jedoch derzeit noch schwer erkennbar sein, ob sie sich gerade besonders gesunden Grünkohl in den Einkaufskorb gelegt haben. Denn anders als bei Kartoffeln wird bei Grünkohl der Sortenname im Handel meistens nicht genannt. Dennoch könnten Verbraucher künftig von den Forschungsergebnissen profitieren. Biologe Albach und sein Team sind aktuell damit beschäftigt, die schmackhaftesten und gesündesten Arten miteinander zu kreuzen, um die besten Eigenschaften verschiedener Grünkohlarten miteinander zu vereinen. So soll eine neue Grünkohlsorte entstehen, die das Potenzial hat, sich als Standard am Markt durchzusetzen.

Nähere Informationen gibt es unter: https://www.uni-oldenburg.de/news/art/studie-gruenkohl-beugt-am-besten-gegen-krebs-vor-2243/.

Neuer Patientenratgeber: Mehr Lebensqualität bei Krebs

Die Diagnose Krebs ist für jeden Menschen ein Einschnitt. Es kommen Ängste auf. Es geht oftmals dabei auch um das Thema langwierige, qualvolle Behandlungen. Durch moderne Therapien können heute viele Patienten geheilt oder in fortgeschrittenem Stadium Schmerzen zumindest ausgeschaltet werden. Doch Viele unter uns wollen mehr tun und suchen nach sinnvollen Ernährungstipps, nach Hinweisen, wie sie ihren Körper stärken, ihr Immunsystem unterstützen und die Mangelerscheinungen, die die Krebstherapie hinterlässt, ausgleichen können. Mit dem Thema Ernährung und Mikro- sowie Makronährstoffe befasst sich ein neues Büchlein, das ich Ihnen hier vorstellen möchten – es hat mich echt begeistert. Der informative Ratgeber trägt den Titel „Mehr Lebensqualität bei Krebs“.

Hilfereiche Tipps und Erklärungen

Es ist kein Geheimnis: die Lebensqualität ist während der Krebstherapie oftmals erheblich beeinträchtigt. An erster Stelle ist da natürlich die Krankheit. Aber auch ihre körperlichen und seelischen Folgen. Ganz speziell mit dem Thema Ernährung und Nahrungsergänzung befasst sich dieser neue Ratgeber. Er ist einfach geschrieben und gibt einen leicht verständlichen Überblick über die unterschiedlichsten Facetten. Das reicht von Tipps bei ungewolltem Gewichtsverlust bis hin zur Bedeutung der einzelnen Spurenelemente.

Selen und Krebs

So wird z.B. ausführlich die Bedeutung von Selen und Zink erläutert. Oftmals liegt bei Menschen mit einer Krebserkrankung ein Selenmangel vor. Mit leicht verständlichen Grafiken werden die Zusammenhänge schön illustriert.

Mehr Lebensqualität bei Krebs

Sie können dieses Büchlein für 5,95 Euro plus 1,00 für Porto unter folgender E-Mail-Adresse bestellen: h.hoffmann@leben-aktuell.de.