Studie zur Krebsprävention: Verwandte von Krebspatienten wollen gesünder leben

Eine Krebserkrankung im Bekanntenkreis schreckt die Menschen auf. Die Erkrankung kann oftmals die Folge eines ungesunden Lebensstils und somit vermeidbar sein. Doch lange Jahre geübtes Verhalten zu ändern, ist schwierig. Eine Änderungsbereitschaft ergibt sich oftmals erst dann, wenn bestimmte Ereignisse eintreten, die zum Nachdenken über die eigene Gesundheit anregen.

Auch das Auftreten von Krebserkrankungen in der Familie könnte so ein Ereignis darstellen – und damit zur Krebsprävention genutzt werden. Dies legen die Ergebnisse einer Studie nahe, die unter der Leitung von Ulrike Haug, Professorin für Klinische Epidemiologie und Pharmakoepidemiologie an der Universität Bremen und Leiterin der Abteilung Klinische Epidemiologie am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS), durchgeführt wurde.

„Verwandte von Krebspatienten zeigten sich besonders motiviert, mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu treiben, mehr Obst und Gemüse zu essen und weniger Alkohol zu trinken – vor allem diejenigen, die sich ihres erhöhten Krebsrisikos bewusst waren“, wurde Haug in einer Mitteilung zitiert. Das ist also ein großes Potenzial für die Präventionsberatung. Gerade bei nahen Verwandten von Krebspatienten sei Krebsprävention besonders wichtig, da unter anderem aufgrund genetischer Faktoren ihr Risiko erhöht sei, selbst an Krebs zu erkranken. Die in der Studie berücksichtigten Krebsarten waren Darm-, Lungen-, Prostata-, Brust-, Magen-, Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs.

Ausführliche Informationen gibt es hier:

https://www.bips-institut.de/aktuelles/presse.html