Mütterblog empfiehlt Selen während Schwangerschaft

Eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement Selen während der Schwangerschaft ist wichtig für Mutter und Kind. Bislang ist das allerdings bei den meisten Schwangeren unbekannt. Während die Einnahme von Folsäure schon vor der Schwangerschaft bekannt und gelernt ist, wird über mögliche schwere Folgen eines Selenmangels wenig aufgeklärt.

Das Müttermagazin, eine der größten Onlineplattformen für Mütter in Deutschland, hat sich dem Thema angenommen. In seinem Beitrag „Schwangerschaftskomplikationen: Mit Selen das Risiko verringern“ wird umfangreich erläutert, welche unerwünschten Beschwerden ein Selenmangel in der Schwangerschaft hervorrufen kann. Von der Präeklampsie (auch unter „Schwangerschaftsvergiftung“ bekannt) über eine postpartale Schilddrüsenentzündung bis zum Baby-Blues.

Gerade wer sich vegetarisch oder vegan in der Schwangerschaft ernährt, hat ein höheres Risiko für ein Selendefizit. Empfohlen wird eine Supplementierung von 100 Mikrogramm mineralischem Selen, auch als Natriumselenit bekannt.

Selen bei Lymphödemen

Nach Operationen, Unfällen oder Krebserkrankungen kann es zu Lymphödemen kommen. Arme oder Beine schwellen an, weil es zu schmerzhaften Stauungen der Lymphflüssigkeit kommt. Das Lymphsystem ist ein wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems, das sich wie ein Netz durch den ganzen Körper zieht. Wird ein Lymphödem nicht richtig behandelt, kann sich das Gewebe verhärten. Die Folge: Infektionen können sich ausbreiten oder Entzündungen entstehen.

Je früher ein Lymphödem behandelt wird, desto besser die Chance, dass sich die Schwellung dauerhaft zurückbildet. Die klassischen Therapieformen sind die Lymphdrainage oder die Kompressionstherapie. Ziel der Therapie ist es, die gestaute Flüssigkeit abzuleiten, Neuansammlungen zu vermeiden, Verhärtungen zu erweichen und Entzündungen vorzubeugen.

Medikamentös lassen sich Lympödeme kaum behandeln. Einzige Ausnahme: Natriumselenit – eine anorganische Form des Spurenelements Selen, das als einzige Selenform als Arzneimittel zugelassen ist. Es verringert nachweislich die Schwellung und schützt vor bakteriellen Entzündungen der Haut. Natriumselenit verstärkt den positiven Effekt der Entstauungstherapie.

Studien zeigen, dass rund 90 Prozent der Tumorpatienten einen Mangel an Selen haben. Durch die Krebstherapie fällt der Selenspiegel meist noch weiter ab. Auch bei Lymphödem-Patienten liegt häufig ein niedriger Selenstatus vor. Wird Natriumselenit schon vor der Krebstherapie eingenommen, kann sogar einem Lymphödem vorgebeugt werden.