Kinderwunsch: Selen schützt Spermien vor oxidativem Stress

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist für viele Paare eine große emotionale Belastung. Rund 15 Prozent der Paare, die sich Nachwuchs wünschen, sind unfruchtbar. Was viele nicht wissen: Bei mindestens 25 Prozent der Fälle liegt die Ursache beim Mann. Grund ist in 40 bis 90 Prozent der Fällen eine mangelhafte Spermienqualität aufgrund DNA-Schädigungen, die durch oxidativen Stress ausgelöst werden können.

Oxidativer Stress wird durch einen zu hohen Anteil von freien Radikalen im Körper ausgelöst. Selenhaltige Enzyme sind eine wichtige Komponente gegen freie Radikale. Ohne ausreichende Selenzufuhr können diese Enzyme ihre Funktion nicht erfüllen, was zu einem eingeschränkten oxidativen Schutz führen kann.

Zellschäden durch oxidativen Stress haben wiederum Einfluss auf die Beweglichkeit und die Zahl der Spermien. Das kann eine Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Das Spurenelement Selen kommt vor allem in Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Getreide vor. Der Selengehalt europäischer Böden ist niedrig, sodass es bei vielen Menschen zu einem Selenmangel kommen kann. Eine gezielte Selenzufuhr über Nahrungsergänzung kann hier sinnvoll sein und die Spermienqualität verbessern.

Aber auch eine ungesunde Lebensweise durch dauerhaften Stress, ungesunde Ernährung und regelmäßigen Konsum von Alkohol und Nikotin kann zu oxidativem Stress führen.

Grippeimpfung: Mit Selen Impferfolg verbessern

Die Tage werden wieder kürzer und kälter – die Grippezeit beginnt. Jetzt gilt es, das Immunsystem zu stärken mit viel Bewegung bei Wind und Wetter und gesunder Ernährung. Auch ist die Zeit für die Grippeimpfung gekommen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt rechtzeitig gegen Grippe zu impfen. Durch die Impfung bildet das Immunsystem Antikörper gegen die hartnäckigen Grippeviren.

Gerade ältere Menschen über 60 Jahre sollten nicht auf die Impfung verzichten. Denn: Mit dem Alter nimmt auch die Funktion des Immunsystems ab. Die Folge: Ältere Menschen sind anfälliger für grippale Infekte, Erkältungen und Influenza. Ein geschwächtes Immunsystem schwächt wiederum auch den Impferfolg.

Was kann man tun? Das Immunsystem stärken! Wichtige Vitalstoffe für das Immunsystem sind die Vitamine C, D, A, E, sowie Eisen und die Spurenelemente Zink und Selen. Gerade selenhaltige Lebensmittel unterstützen die Funktion des Immunsystems. Bei Selenmangel steigt die Belastung durch oxidativen Stress. Studien zeigen, dass es vor allem bei älteren Menschen häufig zu einem Selenmangel kommt.

Das Spurenelement kommt vor allem in Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Getreide vor. Da der Selengehalt europäischer Böden generell niedrig ist, kann eine gezielte Selenzufuhr über Nahrungsergänzungsmittel hier sinnvoll sein.

Selen gegen Wochenbettdepression

Mutter zu werden ist für die meisten Frauen das größte Glück. Bei manchen Frauen kommt es nach der Entbindung aber ganz unerwartet zu einer tiefen Traurigkeit – gepaart mit großer Erschöpfung und mit Versagensängsten. Hält dieses Stimmungstief länger an, liegt möglicherweise ein Baby-Blues vor. Das Stimmungstief beginnt drei bis fünf Tage nach der Entbindung. Ein Grund dafür: die schlagartige hormonelle Umstellung. Die Schwangerschaftshormone Östrogen und Progesteron bilden sich zurück, während der Körper Prolaktin für die Milchbildung produziert.

Neben der Hormonveränderung kommt es auch häufig zu Stress durch Schlafmangel, körperliche Strapazen der Geburt und die neue Verantwortung als Mutter. In den meisten Fällen ist der Spuk der Gefühle nach spätestens zwei Wochen wieder vorbei. Hält das Stimmungstief allerdings länger als vier Wochen an, kann das ein Zeichen einer postpartalen Depression oder auch Wochenbettdepression sein.

Eine Ursache für diese Depression könnte in einer noch nicht diagnostizierten Schilddrüsenunterfunktion liegen – der Hashimoto-Erkrankung (Autoimmun-Thyreoiditis). Studien weisen darauf hin, dass ein Grund für diese Erkrankung auch auf eine Unterversorgung des Spurenelements Selen zurückzuführen sein kann.

Während der Schwangerschaft ist der Selenbedarf erhöht, weil das Baby für die Entwicklung zusätzlich Selen benötigt. Die Studien zeigen, dass die Einnahme von Selen während der Schwangerschaft den Ausbruch einer Hashimoto-Erkrankung und einer Wochenenddepression häufig vorbeugen kann.

Selen als Kassenleistung

Niedrig dosierte Selenarzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel mit Selen müssen selbst bezahlt werden. Stellt der Arzt jedoch einen Mangel an dem Spurenelement fest, der sich über die Ernährung nicht beheben lässt, bekommt der Patient verschreibungspflichtige selenhaltige Arzneimittel auf Kassenrezept. Voraussetzung: Die Präparate müssen mehr als 70 Mikrogramm Selen als Tagesdosis enthalten.

Zu niedrige Selenwerte können langfristig der Gesundheit schaden. Müdigkeit, Haarausfall, Arthritis, Muskelschwäche oder Leberfunktionsstörungen können Anzeichen von einem Mangel sein. Außerdem ist das Spurenelement für die Schilddrüse notwendig. Denn es gewährleistet eine ausgewogene Versorgung des Organismus mit Schilddrüsenhormonen.

Aber wann liegt ein Selenmangel vor, der behandelt werden muss? Der Selenstatus lässt sich über das Blut feststellen. Ein Mangel liegt vor, wenn der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte festgelegte Referenzwert unterschritten wird. Er liegt im Vollblut bei 100–140 µg/l (entspricht ca. 80–120 µg/l im Serum).

Der Blutwert wird vom Arzt bestimmt. Wer wissen möchte, ob ein Selenmangel vorliegt, kann aber auch einen Test bei einem externen Anbieter durchführen lassen. Seit vielen Jahren bietet beispielweise das Servicelabor der biosyn Arzneimittel GmbH bei Stuttgart diese Möglichkeit an. Ein weiterer Anbieter ist hier zu finden. Die Selbsttests sind einfach zu händeln. Das Fachlabor teilt die Messwerte, eine Beurteilung der Ergebnisse und einen Vergleich mit den Referenzenwerten mit.

Depression und Schilddrüse

Besteht ein Zusammenhang zwischen Depressionen und Schilddrüsenerkrankungen? Diese Frage haben sich Wissenschaftler gestellt und mehrere Studien analysiert, wie „Spiegel Online“ berichtet. Die Analyse habe gezeigt, dass Menschen mit einer Autoimmunthyreoiditis (AIT) ein dreieinhalbmal so hohes Risiko hätten, an einer Depression zu erkranken. Das Risiko für Angstzustände war um das 2,3-fache erhöht. Die Untersuchung wurde in der Fachzeitschrift „Jama Psychiatry“ veröffentlicht. AIT auch im Volksmund unter Hashimoto-Thyreoiditis bekannt, ist eine häufige Erkrankung im Erwachsenenalter, die zu einer Schilddrüsenunterfunkion führt. Ursache ist eine Störung des Immunsystems. Solche Patienten haben in vielen Fällen einen niedrigen Selenstatus. Selen kann dann helfen, die Erkrankung mit positiv zu beeinflussen.

Studie zur Krebsprävention: Verwandte von Krebspatienten wollen gesünder leben

Eine Krebserkrankung im Bekanntenkreis schreckt die Menschen auf. Die Erkrankung kann oftmals die Folge eines ungesunden Lebensstils und somit vermeidbar sein. Doch lange Jahre geübtes Verhalten zu ändern, ist schwierig. Eine Änderungsbereitschaft ergibt sich oftmals erst dann, wenn bestimmte Ereignisse eintreten, die zum Nachdenken über die eigene Gesundheit anregen.

Auch das Auftreten von Krebserkrankungen in der Familie könnte so ein Ereignis darstellen – und damit zur Krebsprävention genutzt werden. Dies legen die Ergebnisse einer Studie nahe, die unter der Leitung von Ulrike Haug, Professorin für Klinische Epidemiologie und Pharmakoepidemiologie an der Universität Bremen und Leiterin der Abteilung Klinische Epidemiologie am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS), durchgeführt wurde.

„Verwandte von Krebspatienten zeigten sich besonders motiviert, mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu treiben, mehr Obst und Gemüse zu essen und weniger Alkohol zu trinken – vor allem diejenigen, die sich ihres erhöhten Krebsrisikos bewusst waren“, wurde Haug in einer Mitteilung zitiert. Das ist also ein großes Potenzial für die Präventionsberatung. Gerade bei nahen Verwandten von Krebspatienten sei Krebsprävention besonders wichtig, da unter anderem aufgrund genetischer Faktoren ihr Risiko erhöht sei, selbst an Krebs zu erkranken. Die in der Studie berücksichtigten Krebsarten waren Darm-, Lungen-, Prostata-, Brust-, Magen-, Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs.

Ausführliche Informationen gibt es hier:

https://www.bips-institut.de/aktuelles/presse.html

Nicht aus der Mode: Das Spurenelement Selen

Es ist nicht alltäglich, dass sich renommierte Modezeitschriften ausführlich mit medizinischen Themen befassen. Das Magazin „Elle“ geht da einen anderen Weg. Es geht umfangreich auf das Spurenelement Selen ein. In einem erfrischenden und informativen Text klärt die Autorin über das Thema auf. Denn das Spurenelement sorgt nicht nur für gesunde Haare, sondern stärkt auch noch das Immunsystem. Außerdem wird ausführlich darüber aufgeklärt, welche Lebensmittel besonders reich an Selen sind. Denn wahre Schönheit kommt schließlich von innen: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, wird belohnt. Der Körper dankt es einem.

http://www.elle.de/spurenelement-selen

Frag einfach einmal „Dr. Google“ – Von Risiken und Nebenwirkungen

Immer mehr Menschen suchen im Internet medizinische Informationen. Mit diesem Thema hat sich die in Gütersloh ansässige Bertelsmann Stiftung befasst. Das Fazit der Studie: Das Internet ist ein besserer Ratgeber als häufig angenommen.

Die Motive der Online-Suchenden sind sehr vielfältig, das decken die Tiefeninterviews auf. Patienten nehmen „Dr. Google“ in Anspruch, um ärztliche Empfehlungen zu überprüfen, sich über Behandlungsalternativen zu informieren, sich mit anderen auszutauschen und emotionale Unterstützung zu erhalten. Die Recherche gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit, Beruhigung oder auch Zerstreuung.

Potenzial des Internets wird nicht ausgeschöpft

Die Analyse zeigt: Das Internet zählt der Bertelsmann-Studie zufolge nach Gesprächen mit Ärzten und Angehörigen oder Freunden zu den drei am häufigsten herangezogenen Informationsquellen in Gesundheits-fragen. Aus Sicht der Befragten haben einige Mediziner die Bedeutung von „Dr. Google“ für Patienten bereits erkannt:

Gut 60 Prozent der Ärzte gehen laut Patienten auf die selbst recherchierten Infos ein. Bislang verweisen allerdings nur 40 Prozent der Ärzte auf gute Informationsquellen und nur ein Fünftel ermutigt ihre Patienten, sich selbst zu informieren. 14 Prozent raten sogar davon ab.

„In den Praxen wird das Potenzial von Dr. Google häufig noch verschenkt. Patienten sollten offen über selbst gefundene Informationen sprechen, Ärzte und Therapeuten verlässliche Websites oder Apps empfehlen können“, so Marion Grote-Westrick, Gesundheitsexpertin der Bertelsmann Stiftung. Noch verschweigen 30 Prozent der Patienten ihrem Arzt den Besuch von „Dr. Google“.

Die gesamte Studie ist hier zu finden: http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/pid/patienten-schaetzen-dr-googles-vielseitigkeit/

Wie erkennt man seriöse Informationsseiten?

Wichtig ist, dass die Quellen klar ersichtlich sind. Dann ist es für den Rat suchenden einfacher zu sehen, ob die Informationen auf den neusten Stand sind. Gleichfalls von entscheidender Bedeutung: Aktualisiert der Betreiber die Seite regelmäßig? Das ist ein wichtiges Indiz, ob die Informationen auf der Höhe der Zeit sind

Ernährung und Krebs

Die Diagnose Krebs verändert das Leben schlagartig. Neben der Behandlung durch den Arzt beschäftigen sich viele Menschen mit der Frage, wie ernähre ich mich richtig. Die Buchhandlungen sind voll von Ratgebern und im Netz wimmelt es von vermeintlich gesunden Diäten gegen Krebs. Doch viele dieser Pseudoweisheiten, sind nicht ohne weiteres zu empfehlen.

Wer diese Frage beantworten will, muss einen Dschungel an verschiedenen Antworten durchforsten. In der „Ärzte Zeitung“ gibt es dazu einen sehr empfehlenswerten Artikel. Er beleuchtet auch die Rolle von Selen bei diesem Thema.

Der interessante Text ist hier zu lesen: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/956507/onkologie-ernaehrung-krebs-durchblick-empfehlungs-wirrwar.html

Forscher in Osnabrück wollen Apfelsorte mit besonders viel Selen züchten

Es steht außer Frage, dass Äpfel gesund sind. Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück gehen nun einen neuen Weg. Sie wollen einen Apfel nun zusätzlich mit dem Spurenelement Selen anreichern. Von dem nehmen die Deutschen bekanntlich zu wenig auf. Wie kamen die Wissenschaftler gerade auf den Apfel? Ganz einfach: Er ist die beliebteste Frucht hierzulande, wird größtenteils in Deutschland angebaut und ist somit das ganze Jahr verfügbar.  Da kann der englische Spruch „An apple a day keeps the doctor away“ – übersetzt: Ein Apfel am Tag erspart den Besuch beim Arzt demnächst vielleicht noch eine viel größere Bedeutung bekommen. Informationen über das Forschungsprojekt gibt es hier.