Forscher entwickeln Selen-Apfel

Wie wichtig und essentiell Selen für uns ist, zeigt ein aktuelles Projekt von Forschern in Osnabrück: Sie haben einen Apfel entwickelt, der zehn Mal mehr Selen enthält als der herkömmliche Apfel. Der Super-Apfel wird aktuell in den ersten Supermärkten in Osnabrück verkauft und getestet. Das Forschungsprojekt wird sogar vom Bund mit 300.000 Euro unterstützt.

Im NDR-Beitrag wird darauf hingewiesen, dass Selen essentiell für das Immunsystem ist und das Spurenelement die Schulddrüse reguliert, sowie Darmkrebs vorbeugt. Porfessor Diemo Daum von der Hochschule Osnabrück weist darauf hin, dass man pro Tag 60 bis 70 Mikrogramm Selen aufnehmen sollte. Tatsächlich aber nur rund 40 bis 50 Mikrogramm Selen täglich aufgenommen werden.

Ob sich die Super-Äpfel bundesweit durchsetzen ist fraglich. Besser ist es, Selen über Nahrungsergänzungsmittel zu substituieren.

Selenmangel kann Brustkrebsrisiko erhöhen

Unsere Böden in Deutschland sind selenarm. Schon der durchschnittliche gesunde Deutsche weist häufig einen zu niedrigen Selenstatus auf. Besonders häufig tritt der Selenmangel aber bei Risikogruppen auf. Eine davon sind Patientinnen mit Brustkrebs.

Bereits in den siebziger Jahren wurde bekannt, dass ein niedriger Selenwert das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen kann. Eine neue Studie zeigt, dass der Selenstatus bei Brustkrebspatientinnen großen Einfluss auf die Prognose der Krebserkrankung hat. Die Forschungen verdeutlichen, dass die Selenkonzentrationen höher als 64,4 µg/l vor einer Behandlung des Brustkrebses sein sollten. Bei Frauen mit einem adäquaten Selenstatus lag die Überlebensrate wesentlich höher – nach fünf Jahren lag sie bei 82,5 Prozent, während sie bei Patientinnen mit einem ausgeprägten Selenmangel nur noch bei 68,1 Prozent lag.

Wie kann man den Selenstatus verbessern? Selen wird über die Nahrung aufgenommen und kommt vor allem in Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Getreide, Eiern und Milchprodukten vor. Für Menschen, die sich gesund ernähren und auf tierische Produkte verzichten, wie Vegetarier oder Veganer, ist es schwer, genug Selen über die Nahrung aufzunehmen.

Paranüsse, die als Selenlieferanten sehr beliebt sind, sollten nur ganz reduziert gegessen werden, weil sie häufig das krebserregende Schimmelpilzgift Aflatoxin enthalten, das stark radioaktiv belastet ist. Der Verzehr von zwei Paranüssen am Tag erhöht schon die radioaktive Belastung. Auch Experten vom Bundesamt für Strahlenschutz empfehlen aus diesem Grund, den Selenstatus lieber durch Nahrungsergänzungsmittel zu verbessern.

Eine 200 Jahre alte Erfolgsgeschichte: Entdeckung von Selen

Einer der Mitbegründer des schwedischen Karolinska-Instituts mit Sitz in Stockholm hat Selen entdeckt. Der Stoff wurde 1817 von Jöns Jakob Berzelius im Bleikammerschlamm einer Schwefelsäurefabrik das erste Mal beschrieben. Es waren intensive Forschungsarbeiten von Seiten des Entdeckers notwendig, bis feststand, dass es sich bei Selen um ein neues Element handelte. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums treffen sich im August namhafte Wissenschaftler in Stockholm, um sich über die neuesten Forschungsergebnisse auszutauschen.

In den 1950-er Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass Selen ein lebenswichtiges Spurenelement für den Menschen ist. Ein Mangel führt zu Wachstumsstörungen an Knochen und Muskeln. Inzwischen ist das Wissen um die Bedeutung dieses Elementes gewachsen. Heute wird es einzeln oder in Kombination mit den Vitaminen zur Therapieunterstützung und Vorbeugung bei Krebs, Rheuma, chronischen Entzündungen oder bei Schwermetallbelastung angewandt. Da unsere Böden in Deutschland ausgelaugt sind und das Grundnahrungsmittel Getreide an den Rand des Speiseplans gedrängt wird, ist die Folge, dass der Durchschnittsbürger manchmal zu wenig Selen aufnimmt. Hier können Nahrungsergänzungsmittel Abhilfe schaffen.

Hier gibt es alle Informationen über den Kongress in Stockholm: http://se2017.se/the-discovery-of-selenium/

Die Kombination Sport und Selen tut gut

Sport fördert die Gesundheit. Das ist klar. Die Gretchenfrage lautet: Wie oft soll das Training erfolgen? Darauf gibt nun eine Studie der Universität Sydney Antwort. Das Fazit lautet: Sport am Wochenende ist genauso gesund wie tägliches Feierabend-Workout.

Die Leute, die nur Samstag und Sonntag Sport machen, haben auch den etwas unschönen Beinamen „Weekend Warrior“. Aber auch sie haben ein geringeres statistisches Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs als jene Menschen, die lieber auf der Couch sitzen und sich gar nicht sportlich betätigen. Ein tägliches Trainingsprogramm erreicht aber ein etwas besseres Ergebnis als die Gruppe, die nur am Samstag und Sonntag aktiv ist.

Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation besagt, dass pro Woche mindesten 150 Minuten moderates Training absolviert werden sollten, um sich fit zu halten. Sport bleibt also ein Segen für die Gesundheit. Unter www.wissenschaft.de gibt es mehr zu der interessanten Studie.

Aber nicht nur Sport ist wichtig für den Körper, sondern auch Selen. Das Spurenelement hilft den Zellen im Körper bei der Abwehr aggressiver Stoffwechselprodukte, den sogenannten freien Radikalen. Es gehört zu den Antioxidanzien. Die freien Sauerstoffradikale entstehen bei nahezu allen Stoffwechselvorgängen, können die Körperzellen und das darin enthaltene Erbgut schädigen und dadurch zu Krebs führen.

Selen kann Leberkrebs vorbeugen

Einmal mehr hat nun eine wissenschaftliche Studie gezeigt, dass das Spurenelement Selen wichtig für den Menschen ist und sogar Leberkrebs vorbeugen kann. Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Zusammenarbeit mit der International Agency for Research on Cancer. Demnach sorgt ein hoher Selenwert im Blut für ein vermindertes Risiko, an Leberkrebs zu erkranken. Die aktuelle Studie hat auch weitere Risikofaktoren einbezogen und den Einfluss der Selenversorgung auf die Entwicklung anderer Krebsarten betrachtet.

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Der Wohnort kann bei Krebs über Leben und Tod entscheiden

Hängt die Überlebenschancen von Krebspatienten mit dem Wohnort zusammen?

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums haben sich dieser Frage in einer Studie gewidmet. Selbst in Deutschland, wo eine freie Arztwahl herrscht,  ein hohes Versorgungsniveau und flächendecke Gesundheitsleistungen gegeben sind, hängt das Leben vom Wohnort ab, so die Ergebnisse.

Untersuchung von einer Million Krebspatienten
Die Untersuchung umfasste eine Million Patienten, die zwischen 1997 und 2006 an einer der 25 häufigsten Krebsarten erkrankten. Die Patienten litten an Lugen-, Darm-, Prostata-, Brust-, oder Hautkrebs und wurden in den deutschen Landeskrebsregistern erfasst. Für die Analyse wurden lediglich die Landkreise, in der die Patienten wohnen, verwendet und keine genauen Wohnorte, weil die Krebsregister die Anonymität der Patienten wahren.
Die Studie berücksichtige außerdem vor allem Bayern, Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen und Regionen wie das Ruhrgebiet blieben außen vor, da hier keine lückenlosen Daten seit 1997 vorlagen. Die Landkreise wurden in fünf sozioökonomische Gruppen eingeteilt, von „gut situiert“ bis „wirtschaftlich und sozial benachteiligt“. Indikatoren waren das Pro-Kopf-Einkommen, die Arbeitslosenquote sowie kommunale Einnahmen und Ausgaben. Aber auch die Häufigkeit von Unfällen im Straßenverkehr, die Zahl der Straftaten oder die Wahlbeteiligung wurde erhoben. Zusätzlich flossen in die Untersuchung Aspekte ein, die Einfluss auf die Gesundheit nehmen.

Der soziale Status bestimmt die Überlebenschancen
Doch was hat die Zahl der Straftaten mit den Überlebenschancen eines Krebspatienten zu tun? Von einem direkten Zusammenhang kann man hier tatsächlich nicht sprechen. Solche Aspekte geben jedoch Informationen zu der Sicherheit und dem Wohlbefinden in einer Region. In wohlhabenden Gebieten leben Patienten länger als in ärmeren.  Dies betrifft zwar, wie zu erwarten den Osten, aber nicht nur. Auch in anderen Bundesländern gibt es vereinzelt solche ärmere Landkreise. Zum Beispiel sterben Krebspatienten in Landkreisen wie Müritz in Mecklenburg-Vorpommern oder Vogtlandkreis in Sachsen in den ersten drei Monaten nach der Diagnose mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent als in anderen Landkreisen. Nach einem Jahr beträgt der Unterschied noch 20 Prozent, nach fünf Jahren noch 16 Prozent. Gerade in der Anfangsphase sind also die größten Unterschiede. Doch auch bei Krebserkrankungen im gleichen Tumorstadium sind die Überlebenschancen in wohlhabenderen Gebieten besser. Nur bei Brustkrebs und Prostatakrebs ist dies nicht der Fall – zwei Krebsarten bei denen Früherkennung eine wichtige Rolle spielt. Die Studie kann also einen Zusammenhang zwischen sozialem Status und den Überlebenschancen nachweisen. Jedoch liefert sie keine Ergebnisse über Ursache und Wirkung. Diese Gründe herauszufinden wäre ein weiterer wichtiger Schritt, um etwas für die Chancengleichheit zu tun.

Studie stößt an ihre Grenzen
Erste Vermutungen haben die Wissenschaftler aber schon jetzt. Beispielsweise sind Spezialkliniken für Tumorerkrankungen nicht überall gleich gut verteilt. Weiterhin könnte der Lebensstil eine Rolle spielen. Es gibt viele Studien die aufgezeigt haben, dass sich Menschen aus ärmlichen Verhältnissen schlechter ernähren, häufiger rauchen und mehr Alkohol trinken. Um persönliche Faktoren zu vergleichen, fehlen jedoch die Daten. Das ist ein großes Problem in der empirischen Forschung. Sicherlich muss Privatsphäre gewährt werden, jedoch stößt man damit schnell an die Grenzen der Forschung und verhindert gegebenenfalls aussagekräftige Ergebnisse. Ein Beispiel für einen persönlichen Faktor ist die Zuverlässigkeit, mit der Patienten die Anweisungen ihres Arztes befolgen. Je nach sozialer Schicht variiert die Mitarbeit der Patienten. Unterschiede müssen selbstverständlich so gut es geht ausgeglichen werden, wenn sie auf Grund regionaler oder sozialer Faktoren entstehen. Doch es liegt auch an den Menschen selbst. Die besten Ärzte bringen nichts, wenn man nicht hingeht.

Umfassende Studienergebnisse zu Selen

Selen in der Onkologie
Erstmals liegt umfassende Darstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse vor

Der Nutzen von Selen bei der Prävention, in der Therapie und Nachsorge onkologischer Erkrankungen ist ein seit Jahren in Fachkreisen heiß diskutiertes Thema, das viele Befürworter aber auch viele Gegner hat. Einer der Gründe ist die fehlende systematische Erfassung entsprechender Studien.

Dieses Manko räumt eine Publikation aus, die biosyn Arzneimittel GmbH, nun vorgelegt hat. Mit ihren 76 Seiten dürfte sie die derzeit umfassendste Darstellung über Selen in der komplementären onkologischen Therapie sein. Die Autoren haben alle wesentlichen Erkenntnisse zusammengetragen und minutiös mit Studien- und Quellenangaben hinterlegt. Übersichtliche Tabellen und Grafiken erleichtern dem Leser den Zugang zu den komplexen Inhalten.

Der Inhalt der Broschüre geht von der Vorsorge, über die Therapie während der Erkrankung bis hin zur Nachsorge. Der Zusammenhang von Selenmangel und der Häufigkeit, an Krebs zu erkranken, wird genauso thematisiert, wie der Sinn einer Selengabe vor und nach Operationen, die stets oxidativen Stress auslösen und das Immunsystem schwächen. Die Volumenreduktion von Lymphödemen durch Selengabe, die oft nach Operationen auftreten und die Patienten enorm belasten, wird dargestellt.

Auch der Chemo- und Strahlentherapie sind eigene Kapitel gewidmet. Die Gabe von Selen konnte Nebenwirkungen wie bsp. die strahleninduzierte Diarrhoe verringern. Besonders wichtig ist zudem die ebenfalls durch Studien belegte Erkenntnis, dass die Einnahme von Selen eine Chemo- und Strahlentherapie nicht beeinträchtigt, sondern deren Wirkung unterstützt.

Die Broschüre „Selen in der Onkologie als komplementäre Therapie“ ist für Fachkreise im Internet mit DocCheck-Zugang abrufbar unter:
http://www.biosyn.de/fachkreise/infomaterialien-pdf-download/onkologie/.

 

Global Nutrition & Health Alliance

„Promote the health of people around the world by educating them about optimal nutrition as part of a healthy lifestyle.“

Das ist die Mission, die sich die neue Organisation Global Nutrition und Health Alliance zur Aufgabe gemacht hat. Sie besteht aus einer weltweiten Gruppe von führenden Medizinern und Ernährungsexperten. Ihr Thema ist gesunde Ernährung rund um die Versorgung mit Vitaminen, Mirkonährstoffen und Spurenelementen.

GNHA Logo / Global Nutrition & Health Alliance (PRNewsFoto/GNHA)
(Quelle: http://www.presseportal.de/pm/114517/2827580/mediziner-und-ernaehrungsexperten-aus-der-gesamten-welt-treffen-sich-um-die-herausforderungen-bei)

Der Markt der Nahrungsergänzung ist nahezu unüberschaubar. Nicht nur Patienten fühlen sich überfordert, selbst Gesundheitsfachkräften fällt es schwer den Überblick zu behalten. Immer wieder tauchen widersprüchliche Nachrichten und falsche Vorstellungen auf. Die Global Nutrition & Health Alliance möchte mit Aufklärungskampagnen genau dem entegegenwirken. Belegt wir die Arbeit durch wissenschafltiche Erkentnisse und Studien, die in Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt werden.

Der Aktuelle Fokus soll vor allem auf den wichtigen Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D liegen.

Weitere Informationen gibt es außerdem auf der Website: http://www.globalnutritionhealth.org/#about

Hier werden unter anderem die Mitglieder vorgestellt.

 

 

 

Omega-3-Fettsäuren in der Krebstherapie

Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) wirken dem Gewichtsverlust bei Krebspatienten entgegen. Sie haben eines starke antientzündliche Wirkung. Auch der Appetit wird durch Eicosapentaensäure (EPA) bei den Patienten verbessert.

In Studien konnte man bei Krebspatienten, die unterernährt waren, durch eine Einnahme von Eicosapentaensäure (EPA) das Körpergewicht verbessern, den weiteren Gewichtsverlust verhindern und zu einer besseren Lebensqualität der Patienten beitragen.

Es gibt zudem erste Hinweise darauf, dass die krebszerstörende Wirkung der Chemo- und Strahlentherapie durch Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexansäure (DHA) verbessert werden kann. Empfohlen wird eine Dosierung von täglich 1.500 mg bis 2.000 mg der langkettigen Omega-3-Fettsäuren (EPA + DHA).

http://3.bp.blogspot.com/-O88LkWijsjE/UXBGBUxrN2I/AAAAAAAAAJw/I8UpDp01RuY/s1600/fisch%25C3%25B6lkapseln.jpg
(Quelle: http://3.bp.blogspot.com/-O88LkWijsjE/UXBGBUxrN2I/AAAAAAAAAJw/I8UpDp01RuY/s1600/fisch%25C3%25B6lkapseln.jpg)

Komplementärmedizin

Die Komplementärmedizin ist ein sehr aktuelles und heiß diskutiertes Thema. In den Medien stoße ich zur Zeit immer wieder auf neue Beiträge, die unterschiedliche Sichtweisen beinhalten. Dabei werden oft führende Ärzte in diesen Bereichen zitiert und deren Meinung dargestellt.

Zuletzt habe ich Bezug auf einen Artikel im Spiegel und im stern genommen.

Außerdem habe ich euch schon den Apotheker Uwe Gröber, Dr. Ralph Mücke, Dr. Peter Holzhauer und Dr. Josef Beuth vorgestellt, die alle u.a. in diesem Bereich tätig sind.

Das Thema ist aus gutem Grund aktuell und auch ich nehme immer wieder Bezug darauf. Die Komplementärmedizin ist ein Feld, das zwar schon ein wenig erforscht wurde, aber noch weit am Anfang steht. Hier kann man sich gar nicht genug informieren, um einigermaßen einen Überblick zu bekommen. Daher versuche ich euch das Thema auch anhand verschiedenster Quellen und Sichtweisen zu veranschaulichen.

Gerade bin ich wieder auf einen neuen Artikel gestoßen, dieses Mal in der Zeit.

Matthias Rostock ist Onkologe im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und beschäftigt sich mit Komplementärmedizin. Früher war er mal Heilpraktiker, dann hat er Medizin studiert.

Ein Krebspatient, der mitten in der Bestrahlung ist, kommt zur Beratung zu Matthias Rostock. Er empfiehlt ihm Granatapfelsaft. In zwei Studien haben sich hier positive Wirkungen bei Prostatakrebs gezeigt.

Die Mauer zwischen Universitätsklinik und Komplementärmedizin ist hoch. Viele Ärzte haben kein Vertrauen in Ergänzungen wie Granatapfelsaft.

Doch mehrere Universitätskliniken bieten derzeit ein neues Projekt, das Kokon (Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie) – Projekt an, das auch von der Deutschen Krebshilfe unterstützt wird. In dem Projekt sollen Standards für die komplementär-medizinische Beratung entwickelt und die „sanfte“ Methode der Krebsbehandlung bewertet werden.
Das soll auch dafür sorgen, dass Krebspatienten nicht in die Hände von Scharlatanen geraten.

Matthias Rostock spricht sich klar für ergänzende Methoden aus und empfiehlt keinesfalls die Bestrahlung abzubrechen. Außerdem ist er studierter Arzt in einer Univiversiätsklinik.

Es gibt jedoch dutzende Behandlungsmöglichkeiten, die teilweise auch in der Alternativmedizin ( = keine ergänzende, sondern alternative Methode zur klassischen Medizin). Wie zum Beispiel die sog. B-17 Therapie. Patienten schlucken etwa 60 Aprikosenkerne, weil deren Inhaltsstoffe angeblich Tumorzellen abtöten.

Solche Ansätze zeigen, man muss als Patiente extrem aufpassen und kein zu großes Risiko eingehen. Auch wenn deren Anwender auf die Wirksamkeit solcher Therapien schwören.

Es gibt etliche weitere Möglichkeiten, Am weisten verbreitet sind Miselextrakte, die man sich unter die Haut spritzt. Außerdem vergorener Tee, Vitamin-C-Infusionen, Bachblüten, Akupunktur, Pilze oder Enzym-Gemische. Das alles soll Nebenwirkungen einer Chemo- und Strahlentherapie senken, was als komplementäres Verfahren durchaus Sinn machen kann. Kritisch hinterfragen sollte man das allerdings, wenn es tatsächlich alternativ zu konventionellen Methoden vorgeschlagen wird.

 

 

 

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/04/komplementaermedizin-krebs-forschung