Selen gegen Wochenbettdepression

Mutter zu werden ist für die meisten Frauen das größte Glück. Bei manchen Frauen kommt es nach der Entbindung aber ganz unerwartet zu einer tiefen Traurigkeit – gepaart mit großer Erschöpfung und mit Versagensängsten. Hält dieses Stimmungstief länger an, liegt möglicherweise ein Baby-Blues vor. Das Stimmungstief beginnt drei bis fünf Tage nach der Entbindung. Ein Grund dafür: die schlagartige hormonelle Umstellung. Die Schwangerschaftshormone Östrogen und Progesteron bilden sich zurück, während der Körper Prolaktin für die Milchbildung produziert.

Neben der Hormonveränderung kommt es auch häufig zu Stress durch Schlafmangel, körperliche Strapazen der Geburt und die neue Verantwortung als Mutter. In den meisten Fällen ist der Spuk der Gefühle nach spätestens zwei Wochen wieder vorbei. Hält das Stimmungstief allerdings länger als vier Wochen an, kann das ein Zeichen einer postpartalen Depression oder auch Wochenbettdepression sein.

Eine Ursache für diese Depression könnte in einer noch nicht diagnostizierten Schilddrüsenunterfunktion liegen – der Hashimoto-Erkrankung (Autoimmun-Thyreoiditis). Studien weisen darauf hin, dass ein Grund für diese Erkrankung auch auf eine Unterversorgung des Spurenelements Selen zurückzuführen sein kann.

Während der Schwangerschaft ist der Selenbedarf erhöht, weil das Baby für die Entwicklung zusätzlich Selen benötigt. Die Studien zeigen, dass die Einnahme von Selen während der Schwangerschaft den Ausbruch einer Hashimoto-Erkrankung und einer Wochenenddepression häufig vorbeugen kann.

Eine 200 Jahre alte Erfolgsgeschichte: Entdeckung von Selen

Einer der Mitbegründer des schwedischen Karolinska-Instituts mit Sitz in Stockholm hat Selen entdeckt. Der Stoff wurde 1817 von Jöns Jakob Berzelius im Bleikammerschlamm einer Schwefelsäurefabrik das erste Mal beschrieben. Es waren intensive Forschungsarbeiten von Seiten des Entdeckers notwendig, bis feststand, dass es sich bei Selen um ein neues Element handelte. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums treffen sich im August namhafte Wissenschaftler in Stockholm, um sich über die neuesten Forschungsergebnisse auszutauschen.

In den 1950-er Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass Selen ein lebenswichtiges Spurenelement für den Menschen ist. Ein Mangel führt zu Wachstumsstörungen an Knochen und Muskeln. Inzwischen ist das Wissen um die Bedeutung dieses Elementes gewachsen. Heute wird es einzeln oder in Kombination mit den Vitaminen zur Therapieunterstützung und Vorbeugung bei Krebs, Rheuma, chronischen Entzündungen oder bei Schwermetallbelastung angewandt. Da unsere Böden in Deutschland ausgelaugt sind und das Grundnahrungsmittel Getreide an den Rand des Speiseplans gedrängt wird, ist die Folge, dass der Durchschnittsbürger manchmal zu wenig Selen aufnimmt. Hier können Nahrungsergänzungsmittel Abhilfe schaffen.

Hier gibt es alle Informationen über den Kongress in Stockholm: http://se2017.se/the-discovery-of-selenium/

Selenmangel wird durch Klimawandel verstärkt

Der Klimawandel wirkt sich auch negativ auf die Versorgung der Menschen mit Selen auf. Zu diesem Schluss kommen nun mehrere Wissenschaftler in einer neuen Studie, an der Forscher der ETH Zürich mitgewirkt haben. Die Arbeit zeigt, dass durch den Klimawandel der Anteil des Stoffes in den Böden sinkt.
Ein Selenmangel bewirkt eine verminderte Funktion selenabhängiger Enzyme, die in nahezu allen Organen vorkommen, kann also Störungen verschiedener Organsysteme verursachen. Das unverzichtbare Spurenelement ist wichtig für das Immunsystem, für die Schilddrüsenfunktion und die Fruchtbarkeit sowohl von Männern als auch von Frauen. Selen wird über die Nahrung, beispielsweise über Getreide, aufgenommen. Der Selengehalt von Nahrungsmitteln hängt stark von der Selenkonzentration im Boden ab.
Studien zeigten nach Angaben der ETH Zürich, dass die Selenkonzentration tiefer ist, wenn der pH-Wert und die Sauerstoffverfügbarkeit hoch und der Anteil an Ton und organischem Kohlenstoff im Boden tief sind. In Europa finden sich selenarme Böden vor allem in Deutschland, Dänemark, Schottland, Finnland und einigen Balkanländern. In der aktuellen Studie wurden die Informationen aus 16 von 1994 bis 2016 erhobenen Datensätzen zusammen getragen und über 33 000 Bodenproben ausgewertet. Es zeigte sich, dass vor allem die Wechselwirkungen zwischen Klima und Boden eine Rolle für die Verteilung von Selen spielen. Den größten Einfluss auf die Selenkonzentration im Boden haben Niederschläge sowie das Verhältnis zwischen Niederschlag und Verdunstung (Trockenheitsindex).
Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass in Teilen von Australien, China, Indien und Afrika der Selenanteil aufgrund des Klimawandels zunehmen könnte. Insgesamt werde der Selengehalt in den Böden aber abnehmen, folgern die Forschenden. Im Vergleich zu 1980 bis 1999 weisen bis zum Ende dieses Jahrhunderts (2080-2099) zwei Drittel der landwirtschaftlich genutzten Flächen einen durchschnittlichen Selenverlust von rund neun Prozent auf. Betroffen sind nach der Untersuchung vor allem Ackerflächen in Europa und Indien, China, der Süden Südamerikas, Südafrika und der Südwesten der Vereinigten Staaten.
Nähere Informationen gibt es hier.
Und wer es ganz genau wissen will findet hier die Originalstudie.

Selen hemmt Haarausfall

Es sind oftmals die Männer, die am Morgen etwas sorgenvoll in den Spiegel schauen und die letzten Haare hinter ihren Geheimratsecken zählen und Angst vor einer Glatze bekommen. Jedem Menschen fallen täglich Haare aus. Im Schnitt sind es zwischen 70 und 100 am Tag bei einer Gesamtzahl von 90 000 bis 150 000 Kopfhaaren. Ursache ist der Wachstumszyklus des Haares: Zwei bis sechs Jahre lang befindet sich ein Haar in der Wachstumsphase und legt pro Monat rund einen Zentimeter zu. Die Wurzeln der Haare bleiben beim Ausfall dabei aber zum Glück in der Regel in der Kopfhaut, und die Haare wachsen daher ständig nach. Wenn sie ausreichend versorgt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Spurenelement Selen. Es ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Körper nicht selber herstellen kann und das somit über die Nahrung aufgenommen werden muss. Oftmals reicht die Aufnahme über das tägliche Essen nicht aus. Deshalb kann es sinnvoll sein, noch ein ergänzendes Selenpräparat einzunehmen. Auch Zink ist ein wichtiges Spurenelement, wenn es um die Gesundheit von Kopfhaut und Haaren geht, da ein Mangel an diesem Spurenelement den Haarausfall fördern kann.

Ein interessanter Artikel über Mineralstoffe gegen den Haarausfall ist hier zu finden: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/mineralstoffe-gegen-haarausfall-ia.html

Eckart von Hirschhausen: Wunder wirken Wunder

Witzig, humorvoll und gleichzeitig hinterfragend: Das ist Eckart von Hirschhausen, wenn er etwas niederschreibt und es in kleinen homöopathischen Dosen in seinem neuesten Buch „Wunder wirken Wunder – Wie Medizin und Magie uns heilen“ präsentiert. So ermutigt er den geneigten Leser, so manche medizinische Aussagen oder auch Praktiken zu hinterfragen und ermutigt zugleich, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Trotz der Ironie, die in jedem Abschnitt des Mediziners, Moderators und Zauberfans von Hirschausen mitschwingt, steht in dem fast 500 Seiten umfassenden Wälzer der Patient im Mittelpunkt. Sie ermuntert er, ihren Mund aufzumachen und zu fragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Manchmal verpackt der Autor auch nur geschickt Alltagswissen, um den Leser anzuleiten: Ein Beispiel ist das Kapitel „Für eine Handvoll guter Fragen“. Da gibt es Tipps für den Arztbesuch und fünf Fragen, die man vor jeder Behandlung klären sollte. Zum Beispiel: Was ist der Nutzen? Oder: Welche Risiken bestehen? Eigentlich sollte es doch klar sein, dass der Patient kritisch nachfragt. Die Alternative, bei Dr. Google im Internet nachzuschauen, hilft oftmals auch nicht viel weiter. Denn da muss gleich gleichfalls geklärt werden, wer steckt hinter der Information und stimmt sie.

Hirschhausen setzt sich nicht nur mit der Schulmedizin auseinander, sondern auch mit alternativen Heilmethoden und der Gesundheitsindustrie. Er führt praktische Beispiele an, um dies zu verdeutlichen. Mit Humor lässt er dabei viele seiner eigenen Erlebnisse und Anekdoten mit einfließen. Das Buch ist im Rowolth-Verlag erschienen und kostet 19.95 Euro. Bestellen lässt es sich z.B. bei amazon.de.

Ausreichend Selen bedeutet auch starke Abwehrkräfte

Die feuchtkalte Jahreszeit ist ungemütlich und strengt den Körper besonders an – das Immunsystem steht vor großen Herausforderungen. Ob der Körper sie meistert, hängt auch von seiner Selenversorgung ab. Denn bei einem Selenmangel wird die Synthese von Antikörpern gegen fremde Substanzen reduziert. Viren und Bakterien haben dann leichteres Spiel. Doch nicht nur das Immunsystem braucht Selen. Auch die Funktion der Schilddrüse (selenreichstes Organ des Körpers) ist davon abhängig. Zudem ist Selen an vielen Körperfunktionen beteiligt.

Es gibt also gute Gründe, auf die ausreichende Zufuhr des Spurenelements Selen zu achten. Normale Ernährung reicht jedoch oft nicht aus, um ein Selendefizit zu vermeiden. Grund sind selenarme Böden in Mitteleuropa, wodurch pflanzliche Produkte wenig von diesem Spurenelement enthalten, das der Körper nicht selber bilden kann. Der Trend zu veganer Ernährung tut ein Übriges, denn gerade Fleisch-, Fisch-, Milchprodukte sind wesentliche Selenlieferanten. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Jugendliche und Erwachsene empfohlene Tagesmenge von 70 Mikrogramm erreichen in Deutschland die wenigsten.

Daher kann es sinnvoll sein, zu den Mahlzeiten selenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen. Und die gibt es ohne Rezept in jeder Apotheke. Gute Infos finden Sie z.B. hier: www.selenase.de.

Welt-Diabetes-Tag: Trotz Übergewichts machen sich die Menschen keine Gedanken darüber

Übergewicht und Diabetes können zusammen hängen.  Der Welt-Diabetes-Tag am 14. November macht auf die Gefahren der Volkskrankheit aufmerksam. Laut Stada Gesundheitsreport machen sich  zahlreiche Deutsche trotz Übergewichts keine Sorgen um Diabetes. Dementsprechend treiben viele zu wenig Sport und achten nicht auf gesunde Ernährung.

In Deutschland gibt es über acht Millionen bekannte Diabetesfälle, ein Großteil aller Diabetiker leidet unter Diabetes mellitus Typ II. Die gute Nachricht: 74 Prozent der Deutschen wissen, dass Übergewicht zu Diabetes führen kann. 65 Prozent identifizieren Ernährung und 53 Prozent Bewegungsmangel als weitere Risikofaktoren.  So die repräsentative Studie im Auftrag   des Arzneimittelunternehmens.

Die schlechte Nachricht folgt beim Blick auf die Frage: „Welche Auswirkungen hat das Wissen um Diabetes auf Einstellungen und Verhalten der Republik?“ 61 Prozent der Deutschen halten sich selbst für zu dick. Gefragt nach ihrem tatsächlichen Body-Mass-Index (BMI) hat mehr als die Hälfte der Bundesbürger einen Wert von über 25 und gilt somit als übergewichtig. Dennoch machen sich nur 34 Prozent der Republik Sorgen, selbst Diabetes zu bekommen. Besonders eklatant: Selbst ein Drittel der Menschen, die unter Adipositas Grad I leiden (BMI über 30), macht sich keinerlei Sorgen um Diabetes. Und diese Sorglosigkeit drückt sich auch im Verhalten aus.

Die Erhebung zeigt weiter, dass nur 56 Prozent auf gesunde Ernährung achten. Noch drastischer sieht das in puncto Bewegung aus: 30 Prozent treiben gar keinen Sport, 29 Prozent nur unregelmäßig und 17 Prozent maximal einmal pro Woche. Nur jeder vierte Deutsche gibt an, sich mindestens zweimal pro Woche körperlich zu betätigen. Je höher dabei der eigene BMI, desto geringer die Bereitschaft zum Sport. Unter http://www.presseportal.de/pm/13125/3479027 gibt es mehr Informationen.

Nebenwirkungen von Arzneimitteln unbedingt direkt an Behörden melden

Kampf den Nebenwirkungen: Patienten sollen stärker mithelfen, dass gefährliche Nebenwirkungen von Medikamenten und Impfstoffen bekannt werden. Darauf weisen die beiden zuständigen Bundesbehörden – das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hin. Verdachtsfälle auf Arzneimittel­nebenwirkungen beziehungsweise Impfkomplikationen können Verbraucher auch eigenständig und direkt an die Behörden melden. Das wird bislang zu wenig gemacht. Die Behörden gehen jedem Hinweis nach.

„Je früher, häufiger und detaillierter die Arzneimittelbehörden Meldungen erhalten, desto früher können diese Risikosignale erkannt und bewertet werden, um bei Bedarf Maßnahmen zum Schutz der Patientinnen und Patienten zu treffen“, so Prof. Dr. Karl Broich, Präsident des BfArM. Aufgrund gesetzlicher Meldeverpflichtung erhalten die für Arzneimittel zuständigen Bundesinstitute diese Meldungen von Pharmaunternehmen sowie von Ärzten und Apothekern bzw. deren Arzneimittelkommissionen. Prof. Dr. Klaus Cichutek, der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts ergänzt dazu: „Seit 2012 können auch Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen oder Freunde Verdachtsfälle von Nebenwirkungen direkt über ein Online-Formular an PEI und BfArM melden. Nutzen Sie bitte diese Möglichkeit, im Interesse aller Beteiligten.“

Die Arzneimittelüberwachungsbehörden filtern aus der Fülle der berichteten Symptome diejenigen heraus, die möglicherweise ein erstes Signal für eine bisher unbekannte Nebenwirkung sind. Erfahrungsgemäß werden laut Mitteilung jedoch nicht alle möglichen Verdachtsfälle gemeldet. Die Gründe dafür sind vielfältig. So informieren Patienten ihren Arzt nicht über jede Beobachtung oder der Zusammenhang zwischen einer Reaktion oder einem Symptom und dem Arzneimittel wird nicht hergestellt, weil beispielsweise die Symptome einer Grunderkrankung zugeordnet werden. Nebenwirkungen zu Arzneimitteln, die sich bereits länger auf dem Markt befinden, werden bekanntermaßen weniger häufig gemeldet als solche von neuen Arzneimitteln. Nähe Information zu diesem Thema gibt es hier: http://www.pei.de/DE/infos/presse/pressemitteilungen/2016/17-nebenwirkungen-arzneimittel-melden-europaweite-kampagne-soll-patienten-sensibilisieren.html?nn=3250580.

Sowohl das BfArM als auch das PEI bieten dazu auf ihren Internetseiten ein speziell für Verbraucher konzipiertes Online-Meldeformular an sowie einen Meldebogen, mit dem Verdachtsfälle auch per Brief oder Fax angemeldet werden können:

Entweder hier  http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/RisikenMelden/NW-MeldungVerbr/_node.html oder hier ist eine Meldung möglich: http://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/arzneimittelsicherheit-node.html.

Angst vor Selenvergiftung ist unbegründet

In Spuren gut, in Mengen Gift: Das gilt auch bei Selen. Immer wieder kommt das Thema Überdosierung auf die Tagesordnung. Oftmals werden Horrorszenarien entworfen, um das hilfreiche Spurenelement schlecht zu machen. Es ist aber wichtig. Denn: Die Substanz besetzt im Stoffwechsel eine Schlüsselposition: Sie hilft, den Körper von aggressiven Sauerstoffverbindungen zu befreien, die als Sondermüll bei Stoffwechselprozessen anfallen. Außerdem arbeitet die Schilddrüse ohne Selen nicht richtig.

Es kommt beim Thema Überdosierung auf die Menge an. Das lässt sich schön am Beispiel Salz veranschaulichen. Sechs Gramm Kochsalz sind der Tagesbedarf eines Erwachsenen. Nimmt jemand 210 Gramm zu sich, also das 35-fache, kann dies tödlich enden. Dennoch käme niemand auf die Idee, Salz als giftig zu bezeichnen. Beim ebenfalls lebensnotwendigen Selen ist es hingegen anders. 70 Mikrogramm werden als Tagesdosis empfohlen, erst das 3200-fache wäre also lebensgefährlich. Eine versehentliche Selenvergiftung ist also nahezu ausgeschlossen, zumal sie sich ankündigt: Knoblauchartiger Atemgeruch, Durchfall, Übelkeit oder Bauchschmerzen können bei Überdosierungen auftreten.

Die kaum begründbare Angst vor einer Vergiftung verhindert oft den sinnvollen Einsatz dieses Spurenelements zur Krankheitsvorbeugung oder Therapie. Unter http://www.onmeda.de/naehrstoffe/selen-ueberdosierung-und-vergiftungen-2277-6.html kann man sich auch informieren.

Damit es wieder fließt – Selen bei Lymphödemen

Es ist schmerzhaft und belastend: Die Rede ist vom Lymphödem. Rund 80 000 Menschen in Deutschland leiden darunter. Es tritt beispielsweise bei einer Verletzung der Lymphgefäße nach einer Operation oder nach einer Strahlentherapie infolge einer Krebsbehandlung auf. Patientinnen nach einer Brustkrebsoperation können genauso betroffen sein wie Personen, die mit den Folgen einer Tumorentfernung im Kopf-Hals-Bereich zu kämpfen haben. Je länger so ein Lymphödem besteht, umso größer ist die Gefahr, dass es zu dauerhaften Gewebeschäden kommt.

Was kann man tun? An erster Stelle ist hier natürlich die physikalische Entstauungstherapie zu nennen. Sie umfasst unter anderem die manuelle Lymphdrainage zur Unterstützung des Lymphabflusses, Bewegungsübungen, Hautpflege und die Kompressionstherapie durch feste Bandagen und Kompressionsstrümpfe oder -ärmel.

Das eine spezielle Medikament gegen das unangenehme Übel gibt es nicht. Doch ein Lichtblick ist, dass wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Spurenelement Selen die physikalische Therapie wirksam unterstützen kann. Denn: Die Gabe von hochdosiertem Natriumselenit, das als Medikament zugelassen ist, reduziert das Volumen der Schwellung deutlich und schützt zudem vor allem gegen Entzündungen in dem betroffenen Areal.