Eine schleichende Krankheit: Hashimoto-Thyreoiditis

Ich bin gerade auf einen interessanten Artikel von der Welt zum Thema: Hashimoto – Schilddrüsenerkrankung gestoßen.

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Viele Menschen sind im Alltag oft müde, was nicht immer einen krankheitsbedingten Grund haben muss. Entsprechend denken sie sich nichts dabei und nehmen die Müdigkeit einfach so hin. Wenn man zum Arzt geht, wird als erstes meistens ein Eisenmangel vermutet. Doch es kann auch einen anderen Grund haben, nämlich die Erkrankung namens Hashimoto.

Hashimoto- Thyreoidits, oder kurz Hashimoto, ist eine Erkrankung der Schilddrüse. In der Folge kommt es zu einer zunehmenden Zerstörung der Schilddrüse. Je zerstörter die Schilddrüse ist, umso weniger Hormone produziert sie. Das nennt man Schilddrüsenunterfunktion. Die Krankheit verläuft schleichend, was auch der Grund ist, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie daran leiden.

Die Krankheit ist unheilbar! Es gibt jedoch einige Wege, um ihr entgegenzuwirken und sie im Griff zu halten.Die erste Möglichkeit ist die Einnahme von Schilddrüsenhormonen. Damit werden die fehlenden Hormone, die nicht mehr produziert werden können, künstlich ersetzt. Eingenommen wird das Hormon L-Thyroxin.
Eine Tablette am Tag ist ausreichend. Sie muss jedoch ein Leben lang eingenommen werden.

Viele Patienten fühlen sich trotzdem noch nicht richtig fit, obwohl die Laborwerte etwas anderes aussagen. Die zweite Möglichkeit ist hier Selen einzunehmen. Selen ist unverzichtbar für die Schilddrüse. Es lindert Entzündungsaktivitäten und balanciert das Immunsystem aus. Die Patienten fühlen sich fitter und das allgemeine Wohlbefinden verbessert sich. Das kommt jedoch nur bei den Patienten infrage, deren Antikörper-Konzentration sehr hoch ist.

 

Den ganzen Artikel, der auch von einer Frau berichtet, die unter Hashimoto- Thyreoiditis leidet, findet ihr hier:

http://www.welt.de/gesundheit/article134256739/Warum-manche-Menschen-staendig-muede-sind.html

 

Vitamin C in der Krebstherapie

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Viele Krebspatienten, vor allem diejenigen im fortgeschrittenen Stadium, haben oftmals einen Mangel an Vitamin C. Dieser kann sogar so hoch sein, dass er Symptome der bekannten Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut aufweist. (z.B. Muskelschwund, Zahnfleischblutungen, Erschöpfung, Müdigkeit)

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin C, insbesondere durch frisches Obst und Gemüse ist daher zu empfehlen. Um den Körper allgemein mit ausreichend Mikronährstoffen zu versorgen ist es empfehlenswert ein Vitamin-C-haltiges Multivitamin-Mineralstoff-Präparat in physiologischer Dosierung (z.B. 300 mg Vitamin C pro Tagesportion) einzunehmen.

In aktuellen Studien mit Brustkrebspatientinnen konnte man die Häufigkeit von Appetitlosigkeit und Erschöpfungssymptomen deutlich senken. Die wichtigsten Anwendungsbereiche von Vitamin-C- Infusionen sind bei Wundheilungsstörungen nach einer Operation, bei Erschöpfungssymptomen (Fatigue) und bei starker Abmagerung (Kachexie).

 

Ernährung in der Krebstherapie

Mehr Eiweiß und Fette

Eine eiweiß- und fettreiche Ernährung kann sich nach aktuellen Erkenntnissen positiv auf den Verlauf einer Krebserkrankung auswirken. Der Körper eines Krebspatienten benötigt viel Energie, die vor allem durch Eiweiß und Fett geliefert wird. Patienten mit schlechtem Ernährungsstatus sollten wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen. Eine Studie an Darmkrebspatienten zeigt, dass eine hohe Kohlenhydratzufuhr das Wiederauftreten der Krebserkrankung verstärkt und die Sterblichkeit erhöht. Das liegt daran, dass Tumorzellen insbesondere Kohlenhydrate zur Energiegewinnung nutzen.

Professor Dr. med. Holm vom Uniklinikum Mannheim empfiehlt Krebspatienten ähnlich viel Eiweiß zu sich zu nehmen wie ein Kraftsportler. Pro Tag sollten Krebspatienten mindestens 1,4 g bis 2,0 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Die übrigen Kalorien sollten mindestens zu 50

Prozent aus Fett stammen. Kohlenhydrate, wie Kartoffeln, Nudeln, Süßigkeiten, süße Getränke, Weißmehlprodukte,  sollten man in geringeren Mengen zu sich nehmen. Studien belegen, das Krebspatienten von einer eiweiß- und fettreichen, aber kohlenhydratarmen Kost profitieren können.  Durch die Ernährungsumstellung kann sich ihr Körpergewicht und ihre Muskelmasse stabilisieren.

Omega-3-Fettsäuren in der Krebstherapie

Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) wirken dem Gewichtsverlust bei Krebspatienten entgegen. Sie haben eines starke antientzündliche Wirkung. Auch der Appetit wird durch Eicosapentaensäure (EPA) bei den Patienten verbessert.

In Studien konnte man bei Krebspatienten, die unterernährt waren, durch eine Einnahme von Eicosapentaensäure (EPA) das Körpergewicht verbessern, den weiteren Gewichtsverlust verhindern und zu einer besseren Lebensqualität der Patienten beitragen.

Es gibt zudem erste Hinweise darauf, dass die krebszerstörende Wirkung der Chemo- und Strahlentherapie durch Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexansäure (DHA) verbessert werden kann. Empfohlen wird eine Dosierung von täglich 1.500 mg bis 2.000 mg der langkettigen Omega-3-Fettsäuren (EPA + DHA).

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L-Carnitin in der Krebstherapie

Ein Mangel an L-Carnitin liegt vor allem bei chronischen Erkrankungen, insbesondere auch bei Krebserkrankungen vor. Studien zufolge, haben 80 Prozent der Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen einen Mangel an L-Carnitin, der vom Körper nicht ausgeglichen werden kann.

Es gibt vielfältige Ursachen für einen krebsbedingten Mangel an L-Carnitin:

– Ernährungsbedingter Mangel bei Malnutrition (z.B. Mangel an Eisen, Vitamin C, L-Methionin)

– Wechselwirkung mit Chemotherapeutika (z.B. Epirubicin, Doxorubicin) mit der zellulären L-Carnitin- Aufnahme (Transport von L-Carnitin in die Zelle)

– Störung der Biosynthese von L-Carnitin durch Chemotherapeutika (z.B. Epirubicin, Doxorubicin)

– erhöhte Ausscheidung von L-Carnitin über die Nieren (z.B. Cisplatin, Ifosfamid)

L-Carnitin ist im Rahmen einer Krebstherapie auf Grund mehrerer Eigenschaften sinnvoll. Es ist gut verträglich und stabilisiert das Immunsystem. Es hat keinen Einfluss auf die krebszellzerstörende Wirkung der Chemotherapie und schütz gesunde Zellen vor der Chemotherapie. Einige Chemotherapeutika bewirken einen Verlust von L-Carnitin. Das kann die Leistungsfähigkeit und den allgemeinen Zustand des Patienten verschlechtern.

Studien belegen, dass eine Einnahme von L-Carnitin (z.B. 3 mal 1.000 mg pro Tag) bei Krebspatienten zu einer Verbesserung der Lebensqualität und des Ernährungsstatus führt, das Immunsystem stabilisiert und Nebenwirkungen der Chemotherapie (z.B. schädigende Wirkung auf Herzmuskel und Nervenzellen) verringert.

L-Carnitin kann auch mit den langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) kombiniert werden, wenn Krebspatienten körperlich sehr stark geschwächt sind. Dadurch verbessert sich der Ernährungszustand.

Vitamin D in der Krebstherapie

Vitamin D ist im menschlichen Körper an vielen Stoffwechselwirkungen beteiligt. Es handelt sich daher in seiner aktiven Form eigentlich eher um ein Hormon als nur um ein Vitamin.

Vitamin D – Mangel liegt bei Krebspatienten sehr häufig vor. Die Ursache ist zum einen die Krankheit an sich und zum anderen die Behandlung durch die Therapien. Bei unzureichender Vitamin D Versorgung kann die Erkrankung schlechter verlaufen. Zum Beispiel verschlechtert sich die Wirkung einer Chemo- und Strahlentherapie und die Lebensqualität der Patienten verschlechtert sich.

Es ist sinnvoll bei Krebspatienten den Vitamin-D-Status zu überprüfen . Vitamin D wird zu 90 Prozent über die UVB-Strahlen des Sonnenlichts aufgenommen. Ein täglicher Aufenthalt in der Sonne, macht eine Vitamin D Versorgung mit Medikamenten oder Nahrungsergänzungen meist überflüssig.

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Falls der Mangel doch nicht behoben werden kann, sollte man Vitamin-D-Präparate bis zum optimalen Niveau einnehmen.

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In einer aktuellen Studie beobachteten kanadische Wissenschaftler den Krankheitsverlauf von 512 Brustkrebspatientinnen von 1997-2008, also zwölf Jahre lang. Die Frauen waren im Durchschnitt 50,4 Jahre alt. 37,5 Prozent der Frauen hatten zum Zeitpunkt der Diagnose einen Vitamin-D-Mangel . Nur 24 Prozent der Patientinnen waren fast ausreichend mit Vitamin D versorgt. Der Vitamin-D-Mangel begünstigte das Auftreten von aggressiven Brustkrebsformen. Bei Frauen mit Vitamin-D-Mangel war in der Studie das Risiko um 94 Prozent höher, dass der Brustkrebs streut, als bei Frauen mit normalem Vitamin-D-Status. Vorzeitig an der Erkrankung zu sterben stieg bei den Patientinnen mit Vitamin-D-Mangel um 74 Prozent  an.

Krebsmedikamente können Vitamin D abbauen

Viele der Medikamente, die in der Krebstherapie eingesetzt werden, können Vitamin D abbauen. Dadurch wird das Risiko für Knochen-und muskuläre Störungen erhöht.

Aromatasehemmer werden durch Vitamin D verträglicher

Aromatasehemmer ( z.B. Anastrozol, Letrozol) sind Arzneimittel, die bei Brustkrebs von Frauen nach den Wechseljahren als zusätzliche Behandlung angewendet werden. Sie hemmen die Bildung von weiblichen Geschlechtshormonen, den Östrogenen. Diese können das Wachstum von Krebszellen fördern. Häufige Nebenwirkungen dieser Medikamente sind Knochen- und Gelenkschmerzen

sowie Fatigue-Symptome. In einer aktuellen Studie an Brustkrebs-Patientinnen konnte durch die hohe Zufuhr von Vitamin D die Knochen- und Gelenkschmerzen und die Fatigue-Beschwerden , im Vergleich zur Kontrollgruppe, reduziert werden.
Auch bei einer Therapie mit Tamoxifen sollte man ein optimales Vitamin-D-Niveau anstreben.

Wirksamkeit von Bisphosphonaten erhöht sich durch Vitamin D

Bisphosphonate werden nicht nur in der Osteoporosetherapie, sondern auch in der Therapie von Krebserkrankungen eingesetzt (z.B. Knochenmetastasen). Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung kann die Wirksamkeit von Bisphosphonaten erhöhen und Nebenwirkungen reduzieren. Der optimale Vitamin-D-Status bzw. 25-OH-D-Spiegel liegt nach Studien bei 40-60 ng/ml.

Mikronährstoffmangel bei Krebs

Bei vielen Krebspatienten kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einer Mangelernährung. Die Patienten leiden unter Appetitlosigkeit, vertragen bestimmte Lebensmittel nicht mehr, der Geruch-und Geschmacksinn verändert sich etc. Daher stehen viele wichtige Makronährstoffe wie Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Makronährstoffe sind die natürlichen Träger von Mikronährstoffen. Entsprechend ist der Körper automatisch auch unzureichend mit Mikronährstoffen versorgt. Zu Mikronährstoffen gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Wenn zusätzlich onkologische Basistherapien (Chemotherapie etc.) angewendet werden, wird der Mikronährstoffmangel weiter verstärkt.

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(Quelle: http://gesundundbesserleben.beepworld.de/files/synergie.jpg)

Der Ernährungsstatus lässt sich bei Krebspatienten durch die Einnahme von Vitamin- und Mineralstoff- Präparaten verbessern.  Die meisten Patienten sind nicht ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt. Durch eine Laboruntersuchung kann man feststellen, ob ein Mangel vorliegt. Zum Beispiel kann man den Selenstatus im Vollblut bestimmen oder den Vitamin D Gehalt im Serum ermitteln.

Ein Mikronährstoffmangel kann unterschiedliche negative Auswirkungen haben. Er kann die Gewebe- und Körperstruktur verschlechtern. Die Organfunktionen, der Stoffwechsel und die Immunstabilität können beeinträchtigt werden. Eine Unterversorgung hat außerdem eine schlechtere Wirksamkeit der Chemotherapie zur Folge und kann sich beim klinischen Verlauf und der Prognose der Erkrankung negativ bemerkbar machen.

Studien belegen, dass eine Einnahme von Vitaminen und anderen Mikronährstoffen als ergänzende Maßnahme sinnvoll ist. Sie kann sich positiv auf die Lebensqualität des Patienten auswirken, als auch die Prognose verbessern. In einer Studie der Mayo Klinik wurde bei 1.129 Lungenkrebspatienten das Sterberisiko um 26 Prozent vermindert, wenn die Patienten Mikronährstoff- Präparate einnahmen. Zusätzlich verbesserte sich die Lebensqualität der Patienten.

In der Krebstherapie ist vor allem Vitamin D, Selen, L-Carnitin, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin C zu empfehlen. Selen und Vitamin C sollte jedoch nicht gleichzeitig eingenommen werden.

Mangelernährung bei Krebs

Bei Krebs verlieren viele Patienten ungewollt an Gewicht. Aufgrund der Erkrankung haben sie keinen Appetit und leiden oftmals unter Depressionen. Sie vertragen bestimmte Lebensmittel nicht mehr und ihr Geruchs- und Geschmackssinn verändert sich. Zum Zeitpunkt der Diagnose haben viele bereits schon 30 bis 90 Prozent ihres Gewichts verloren.

Der Gewichtsverlust wird vor allem durch die Nebenwirkungen (Schleimhautschäden, Übelkeit, Erbrechen)  einer Chemo- und Strahlentherapie weiter verstärkt. Der Patient verliert weiter an Gewicht und es tritt eine Mangelernährung auf. Folgen einer Mangelernährung sind oftmals der Abbau von Muskulatur, aber auch von Fettgewebe.

Patienten, die unterernährt sind, haben eine schlechtere Lebensqualität, können deutlich weniger Leistung erbringen, haben eine höhere Sterblichkeitsrate und leiden unter weiteren Begleiterscheinungen.


(Quelle: http://www.mindpicnic.de/media/img/user/floh-1-40470-kreislauf_mangelernc3a4hrung.jpg)

Warum hat man keinen Appetit mehr?

Magen-Darm-Tumore beispielweise lösen oft Durchfall und Erbrechen aus. Dadurch sinkt das Interesse Nahrung zu sich zu nehmen.  Durch die Chemotherapie kann sich außerdem das Geschmacksempfinden verändern. Oft empfinden Patienten einen sehr bitteren Geschmack bei Speisen und Getränken. Übelkeit und Erbrechen sind zusätzliche Nebenwirkungen der Chemotherapie. Ebenso können Mundtrockenheit, Entzündungen im Mund und der Speiseröhre oder Schluckbeschwerden durch einen Tumor eine ausreichende Nahrungsaufnahme erschweren oder gar unmöglich machen.

Wann liegt eine Mangelernährung vor?

Spätestens bei einem Gewichtsverlust von fünf Prozent des gesunden Ausgangsgewichts, sollte man eine Ernährungsdiagnostik durchführen.

Wie viel Energie ein Patient tatsächlich über die Nahrung aufnimmt und was er vermutlich an Kalorien verbraucht, lässt sich leicht erfassen, wenn er oder pflegende Angehörige für einige Tage eine Art Ernährungstagebuch führen. Es werden Mahlzeiten, alle körperlichen Aktivitäten sowie eventuelle Probleme wie Erbrechen oder Durchfall notiert.

Eine Mangelernährung liegt vor, wenn das aktuelle Körpergewicht unter 90 Prozent des Normalgewichts geht. Ein weiteres Anzeichen kann der kontinuierliche Abfall von Albumin und Cholinesterase im Blut sein.

Komplementärmedizin

Die Komplementärmedizin ist ein sehr aktuelles und heiß diskutiertes Thema. In den Medien stoße ich zur Zeit immer wieder auf neue Beiträge, die unterschiedliche Sichtweisen beinhalten. Dabei werden oft führende Ärzte in diesen Bereichen zitiert und deren Meinung dargestellt.

Zuletzt habe ich Bezug auf einen Artikel im Spiegel und im stern genommen.

Außerdem habe ich euch schon den Apotheker Uwe Gröber, Dr. Ralph Mücke, Dr. Peter Holzhauer und Dr. Josef Beuth vorgestellt, die alle u.a. in diesem Bereich tätig sind.

Das Thema ist aus gutem Grund aktuell und auch ich nehme immer wieder Bezug darauf. Die Komplementärmedizin ist ein Feld, das zwar schon ein wenig erforscht wurde, aber noch weit am Anfang steht. Hier kann man sich gar nicht genug informieren, um einigermaßen einen Überblick zu bekommen. Daher versuche ich euch das Thema auch anhand verschiedenster Quellen und Sichtweisen zu veranschaulichen.

Gerade bin ich wieder auf einen neuen Artikel gestoßen, dieses Mal in der Zeit.

Matthias Rostock ist Onkologe im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und beschäftigt sich mit Komplementärmedizin. Früher war er mal Heilpraktiker, dann hat er Medizin studiert.

Ein Krebspatient, der mitten in der Bestrahlung ist, kommt zur Beratung zu Matthias Rostock. Er empfiehlt ihm Granatapfelsaft. In zwei Studien haben sich hier positive Wirkungen bei Prostatakrebs gezeigt.

Die Mauer zwischen Universitätsklinik und Komplementärmedizin ist hoch. Viele Ärzte haben kein Vertrauen in Ergänzungen wie Granatapfelsaft.

Doch mehrere Universitätskliniken bieten derzeit ein neues Projekt, das Kokon (Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie) – Projekt an, das auch von der Deutschen Krebshilfe unterstützt wird. In dem Projekt sollen Standards für die komplementär-medizinische Beratung entwickelt und die „sanfte“ Methode der Krebsbehandlung bewertet werden.
Das soll auch dafür sorgen, dass Krebspatienten nicht in die Hände von Scharlatanen geraten.

Matthias Rostock spricht sich klar für ergänzende Methoden aus und empfiehlt keinesfalls die Bestrahlung abzubrechen. Außerdem ist er studierter Arzt in einer Univiversiätsklinik.

Es gibt jedoch dutzende Behandlungsmöglichkeiten, die teilweise auch in der Alternativmedizin ( = keine ergänzende, sondern alternative Methode zur klassischen Medizin). Wie zum Beispiel die sog. B-17 Therapie. Patienten schlucken etwa 60 Aprikosenkerne, weil deren Inhaltsstoffe angeblich Tumorzellen abtöten.

Solche Ansätze zeigen, man muss als Patiente extrem aufpassen und kein zu großes Risiko eingehen. Auch wenn deren Anwender auf die Wirksamkeit solcher Therapien schwören.

Es gibt etliche weitere Möglichkeiten, Am weisten verbreitet sind Miselextrakte, die man sich unter die Haut spritzt. Außerdem vergorener Tee, Vitamin-C-Infusionen, Bachblüten, Akupunktur, Pilze oder Enzym-Gemische. Das alles soll Nebenwirkungen einer Chemo- und Strahlentherapie senken, was als komplementäres Verfahren durchaus Sinn machen kann. Kritisch hinterfragen sollte man das allerdings, wenn es tatsächlich alternativ zu konventionellen Methoden vorgeschlagen wird.

 

 

 

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/04/komplementaermedizin-krebs-forschung

Aktuelles zur komplementären Therapie

Der große und entscheidende Unterschied zwischen Alternativmedizin und komplementärer Medizin ist, dass die Alternativmedizin die klassischen Methoden ersetzen will, während die komplementäre Medizin lediglich eine Ergänzung darstellt.

Gerade bin ich auf einen aktuellen Artikel vom 11. August gestoßen, der die Inhalte einer öffentlichen Vorlesung in der Universitäts-Frauenklinik in Freiburg zusammenfasst.

Eingeladen waren zwei Referenten. Zum einen Josef Beuth, Leiter des Instituts zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren in Köln, und zum anderen Roman Huber vom Zentrum für Naturheilkunde der Uniklinik Freiburg.

Thema der Voträge: Welche ergänzenden Maßnahmen sind neben einer Standardtherapie bei Krebs sinnvoll?

Beuthers Meinung ist, dass Ernährung, Bewegung und Psychoonkologie, also die psychologische Betreuung von Krebspatienten, wissenschaftlich anerkannte begleitende Maßnahmen sind. Sie können die Lebensqualität verbessern und indirekt die Heilungschancen erhöhen.

Zum Thema Ernährung, ging Beuther auf verbreitete Mythen ein. Weder eine spezielle Diät noch der Verzicht auf Zucker können das Tumorwachstum beeinflussen. Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung trägt aber zu einem guten Allgemeinzustand von Krebspatienten bei.

Neben Ernährung, spielt Bewegung eine wichtige Rolle, mit der viele Nebenwirkungen in den Griff zu kriegen sind. Drei bis vier Stunden Bewegung pro Woche sind hier ratsam.

Im Rahmen der Psychoonkologie lernt der Patient zu fragen: Was ist gut für mich? Mit Entspannungsmethoden, Kunst- oder Gesprächstherapien wird der Seele mehr Raum gegeben. „Das Ziel ist, einen gesunden Egoismus zu entwickeln“, erklärte Beuth.

Nährungsergänzungsmittel sind seiner Meinung nach nicht sinnvoll.

Einzige Ausnahme:
Beuth hat gute Erfahrung in Studien mit einer Kombination aus Enzymen, Selen und einem Linsenextrakt gemacht, die Nebenwirkungen der Krebstherapie auf die Schleimhäute mindern.

Heiß umstritten ist außerdem die Immuntherapie, die dem menschlichen Körper helfen soll die Tumorzellen selbst zu bekämpfen. Selbst die bekannte Misteltherapie ist nur eingeschränkt empfehlenswert. Die Wirkung ist nicht wirklich belegt, weil alle Studien methodische Mängel aufweisen. Misterlpräparate können während einer Chemotherapie außerdem die Nebenwirkungen auf die Haut verstärken. So die Meinung von Beuther.

Roman Huber, sein Folgeredner, hat hier eine andere Ansicht. Mit einer Dosisverringerung könnte man dieses Problem verhindern. Herr Huber berät mehr als 5000 Patienten, wovon ein Drittel Tumorpatienten sind.

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(Quelle: http://sonnenpraxis.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/10/Aku.jpg)

Akupunktur und Akupressur können Übelkeit sowie Schmerzen während einer Chemotherapie reduzuieren. Ebenso sei eine Anwendung von Wickeln mit ätherischen Ölen hilfreich. Auch homööpathische und anthroposophische Medizin setzt Roman Huber ein. Diese Methoden sind zwar nicht wissenschaftlich anerkannt, aber können auch nicht schaden.

Mistel Therapie
(Quelle: http://images.zentrum-der-gesundheit.de/images/titelbild/misteltherapie.jpg)

Anders als Beuth, hält Huber wie schon erwähnt sehr viel von der Mistelpflanze, die in Freiburg einen Forschungsschwerpunkt darstellt. „Wir haben gute Daten, dass sie während einer Chemotherapie Nebenwirkungen reduziert, ohne die Therapie abzuschwächen“, so Huber.

Den ganzen Artikel gibt es hier.