Damit es wieder fließt – Selen bei Lymphödemen

Es ist schmerzhaft und belastend: Die Rede ist vom Lymphödem. Rund 80 000 Menschen in Deutschland leiden darunter. Es tritt beispielsweise bei einer Verletzung der Lymphgefäße nach einer Operation oder nach einer Strahlentherapie infolge einer Krebsbehandlung auf. Patientinnen nach einer Brustkrebsoperation können genauso betroffen sein wie Personen, die mit den Folgen einer Tumorentfernung im Kopf-Hals-Bereich zu kämpfen haben. Je länger so ein Lymphödem besteht, umso größer ist die Gefahr, dass es zu dauerhaften Gewebeschäden kommt.

Was kann man tun? An erster Stelle ist hier natürlich die physikalische Entstauungstherapie zu nennen. Sie umfasst unter anderem die manuelle Lymphdrainage zur Unterstützung des Lymphabflusses, Bewegungsübungen, Hautpflege und die Kompressionstherapie durch feste Bandagen und Kompressionsstrümpfe oder -ärmel.

Das eine spezielle Medikament gegen das unangenehme Übel gibt es nicht. Doch ein Lichtblick ist, dass wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Spurenelement Selen die physikalische Therapie wirksam unterstützen kann. Denn: Die Gabe von hochdosiertem Natriumselenit, das als Medikament zugelassen ist, reduziert das Volumen der Schwellung deutlich und schützt zudem vor allem gegen Entzündungen in dem betroffenen Areal.

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