Lesen Sie die Packungsbeilagen von Medikamenten?

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Warum sind Packungsbeilagen wichtig?

Packungsbeilagen haben eine wesentliche Bedeutung für den Behandlungserfolg. Sie informieren über die richtige Anwendung eines Arzneimittel sowie über dessen Nutzen und Risiken. Im Zuge dessen unterstützen Beipackzettel die Sicherheit einer Arzneimitteltherapie und fördern den Therapieerfolg. Es ist entscheidend, dass das richtige Medikament, zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Dosierung eingenommen wird.

Packungsbeilagen wird oftmals zu wenig Beachtung geschenkt. Das liegt unter anderem daran, dass sie schwer verständlich geschrieben, unübersichtlich und mit medizinischen Fachbegriffen überhäuft sind. Außerdem können viele ältere Menschen die kleine Schrift nicht mehr lesen.

Warum sind Packungsbeilagen oft unverständlich?

Ein Beipackzettel muss auf der einen Seite Inhalte enthalten, die vom Arzneimittelgesetz vorgeschrieben und unbedingt erforderlich sind. Auf der anderen Seite muss er die Informationsbedürfnisse verschiedener Patientengruppen erfüllen. Beides so zu vereinbaren, dass die medizinischen Inhalte gut, leicht verständlich und übersichtlich aufbereitet werden, ist eine schwierige Herausforderung.

Diese Herausforderung mündet oft in einer schlechten Gestaltung der Packungsbeilagen und führt dazu, dass den Informationen keine Beachtung geschenkt wird oder sie nur mühsam verstanden werden. Hinsichtlich der Wichtigkeit von Gebrauchsinformationen stellt dies ein nicht zu unterschätzendes Problem dar.

Die „AG Beipackzettel“ will schlechte Packungsbeilagen beseitigen

In der AG arbeiten Mitarbeiter von Pharmaunternehmen und Vertreter von Patienten- und Seniorenorganisationen zusammen, um gute Packungsbeilagen zu erstellen. Dabei werden die bisherigen Gebrauchsinformationen von Arzneimitteln nach bestimmten Kriterien überprüft: z.B. ob eine lesbare Schrift verwendet wird, ob eine patientenverständliche Sprache benutzt wird oder ob Informationen über die Erkrankung und Wirkung des Arzneimittels vorhanden sind. Pfizer gründete 2006 diese AG und war somit auch das erste Pharmaunternehmen dessen Packungsbeilagen überprüft wurden. Seither beteiligen sich immer mehr Unternehmen, weshalb Gebrauchsinformationen von immer mehr Medikamenten verbessert werden könnrn, was den Patienten zu Gute kommt.

Neben einer redaktionellen und grafischen Verbesserung der Packungsbeilagen, verfolgt die AG auch Ziele im Dialog mit Gesundheitsbehörden. Sie steht mit Zulassungsstellen in Kontakt, arbeiten an deren Mustervorlagen, beteiligt sich an Fachkonferenzen und spricht mit Politikern. Ein wichtiger Punkt, der z.B. konkret diskutiert wird, ist inwieweit Gebrauchsinformationen auf Grund gesetzlicher Rahmenbedingungen den Patientenbedürfnissen entsprechen.

Die AG erzielt Erfolge und zeigt den Weg für die Zukunft

Die „AG Beipackzettel“ hat erste erfolgreiche Schritte gemacht, wenn es darum geht  die Interessen von Pharmaunternehmen, Patienten und gesundheitspolitischen Institutionen zu vereinbaren. Mit dem „Fairness-Initiativpreis“ wurde ihre Arbeit für leicht verständliche Beipackzettel ausgezeichnet und ihr Beitrag zu einer fairen Kommunikation zwischen Pharmaunternehmen, Ärzten, Apothekern und Patienten gewürdigt. Dieser produktive Austausch zwischen allen Beteiligten sollte weiter fortgesetzt werden und regelmäßig stattfinden, um Packungsbeilagen kontinuierlich zu verbessern und erfolgreiche Therapien und die Gesundheit von Patienten zu voranzutreiben.

(Bildquelle: http://www.druck-medien.net/uploads/tx_news/_processed_/csm_Edelmann-Packungsbeilagen_69e7a4f590.jpg)

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