Selen ist als Nahrungsergänzung sinnvoll für Gesunde und Kranke

In der renommierten Medical Tribune erschien am 24.6.2012 eine Diskussion zur Frage, ob es sinnvoll ist, Selen in Form von Nahrungsergänzung zu sich zu nehmen. Also als Pillen oder Brausetabletten, wie sie die Apotheken, aber auch (eher umstritten) Supermärkte bieten. Das Ergebnis:

  • in Europa nehmen die Menschen mit durchschnittlich 40 μg/Tag wenig Selen mit der Nahrung auf, deshalb sind die Selenspiegel eher niedrig – ca.120μg/Tag wären gut
  • Spurenelemente wie Selen machen müde Spermien munter – sowohl langsame Spermien wie nicht besonders fruchtbare
  • Menschen mit einem höheren Selen-Spiegel sind gesünder und sie leben länger
  • Auch HIV-Patienten profitieren zum Teil – Selenoproteine sind wichtig für die Funktion aktivierter T-Zellen
  • Das Gehirn braucht ausreichend Selen – bei Gesunden wie Kranken. Bei Epilepsie, Parkinson, wenn das Gedächtnis nachlässt und bei Koordinationsstörungen kann Selen offensichtlich helfen nach den neuesten Studienergebnissen
  • Schwangere erleiden mit einem vernünftig hohen Selenspiegel weniger Fehlgeburten und Schwangerschaftsvergiftungen
  • besonders wichtig ist Selen für die Schilddrüse: genügend Selen im Körper kann vor Autoimmunkrankheiten wie Hashimoto-Thyreoiditis  schützen und wenn man sie hat, die Werte positiv korrigieren. In der Schilddrüse ist Selen daran beteiligt, dass aus T4 aktives T3 wird. Auch bei Morbus Basedow gabs positive Effekte für den Krankheitsverlauf
  • die Ergebnisse bei Krebspatienten sind unterschiedlich – sehr positive Ergebnisse sind beim Selenpreis dieses Jahr bei Gynäkologie-Patientinnen nachgewiesen worden (siehe Wissenschaft)

Die Ergebnisse basieren auf Untersuchungen von Dr. Margaret P. Rayman, University of Surrey, Guildford, Großbritannien.

 

 

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