Selenmangel kann Brustkrebsrisiko erhöhen

Unsere Böden in Deutschland sind selenarm. Schon der durchschnittliche gesunde Deutsche weist häufig einen zu niedrigen Selenstatus auf. Besonders häufig tritt der Selenmangel aber bei Risikogruppen auf. Eine davon sind Patientinnen mit Brustkrebs.

Bereits in den siebziger Jahren wurde bekannt, dass ein niedriger Selenwert das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen kann. Eine neue Studie zeigt, dass der Selenstatus bei Brustkrebspatientinnen großen Einfluss auf die Prognose der Krebserkrankung hat. Die Forschungen verdeutlichen, dass die Selenkonzentrationen höher als 64,4 µg/l vor einer Behandlung des Brustkrebses sein sollten. Bei Frauen mit einem adäquaten Selenstatus lag die Überlebensrate wesentlich höher – nach fünf Jahren lag sie bei 82,5 Prozent, während sie bei Patientinnen mit einem ausgeprägten Selenmangel nur noch bei 68,1 Prozent lag.

Wie kann man den Selenstatus verbessern? Selen wird über die Nahrung aufgenommen und kommt vor allem in Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Getreide, Eiern und Milchprodukten vor. Für Menschen, die sich gesund ernähren und auf tierische Produkte verzichten, wie Vegetarier oder Veganer, ist es schwer, genug Selen über die Nahrung aufzunehmen.

Paranüsse, die als Selenlieferanten sehr beliebt sind, sollten nur ganz reduziert gegessen werden, weil sie häufig das krebserregende Schimmelpilzgift Aflatoxin enthalten, das stark radioaktiv belastet ist. Der Verzehr von zwei Paranüssen am Tag erhöht schon die radioaktive Belastung. Auch Experten vom Bundesamt für Strahlenschutz empfehlen aus diesem Grund, den Selenstatus lieber durch Nahrungsergänzungsmittel zu verbessern.

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