sepsis ist tödlich – Selen einzige Therapie ohne Nebenwirkungen

Zehntausende sterben jährlich unnötig allein in deutschen Kliniken an Sepsis, an „Blutvergiftung“ – so viele, dass der Spiegel darüber diese Woche einen großen Artikel geschrieben hat und berichtet, dass nach wie vor viele Ärzte eine Sepsis nicht erkennen und deshalb Patienten daran sterben.

Etwa 160 000 Sepsispatienten gibt es pro Jahr in Deutschland, für 60 000 verläuft die Blutvergiftung tödlich. Damit sterben an Sepsis fast so viele Menschen wie an Herzinfarkt. Bei einer Sepsis brauchen die Menschen schnell Antibiotikum. Die Ärzte bezeichnen deshalb die erste Stunde als die „Goldene Stunde“.

Der Spiegel schreibt: „Bei etwa zwölf Prozent der betrachteten Fälle dauerte es sogar über zwölf Stunden, bis die Ärzte mit der Antibiotikatherapie begannen – nicht einmal jeder fünfte Patient überlebt zu diesem Zeitpunkt noch seine Blutvergiftung. Nach 24 Stunden sterben neun von zehn Patienten.“

Bekannt ist auch, dass Menschen mit einem niederen Selenspiegel ein größeres Risiko tragen, die Sepsis nicht zu überleben. Das Thema bekommt also zunehmend Brisanz in den deutschen Medien und in der Öffentlichkeit. Zu den dramatischen Entwicklungen, die sich für Patienten und deren Angehörige ergeben können, kommt nämlich die Tatsache, dass Sepsis-Patienten die Kassen und die Volkswirtschaft teuer zu stehen kommen, wie der Vorsitzende der Deutschen Sepsis-Gesellschaft und Leiter der SepNet-Studie letzte Woche auf der Jahrestagung in Weimar berichtet hat.

Nach Angaben von Prof. Dr. Konrad Reinhart gehen 1,7 Milliarden Euro – rund ein Drittel der Ausgaben, die auf deutschen Intensivstationen anfallen – auf das Konto der Blutvergiftung. Der erfahrene Anästhesist,  und engagierte Intensivmediziner Prof. Dr. Konrad Reinhart sagt:“Die Sepsis ist dort der wichtigste Kostenfaktor“. Häufig sind auch Kinder und Jugendliche mit bleibenden Schäden die Leidtragenden einer Sepsis.

Deshalb engagiert sich Prof. Reinhart auch mit anderen z.B. im Rahmen des WSD (World Sepsis Day) für Spenden:

Prof. Dr. Konrad Reinhart mit dem Spendenscheck auf der World Sepsis Day Gala in Berlin am 13.9.2012 für ein durch Sepsis geschädigtes Mädchen. Der Welt-Sepsis-Tag soll ab jetzt jedes Jahr stattfinden.

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