Corona: Selenmangel hilft Viren

Selen ist ein wichtiges Spurenelement und spielt eine zentrale Rolle bei der Wirksamkeit der körpereigenen Abwehr. Viele Menschen leider aufgrund unserer selenarmen Böden an einem Mangel – ohne es zu wissen. In Zeiten der Coronakrise sollten wir darauf achten, dass unser Immunsystem intakt bleibt und unsere Selenzufuhr über die richtige Ernährung und Substitution von anorganischem Selen, bekannt als Natriumselenit, ausreichend ist.

Es gibt sogar Hinweise, dass bestimmte Viren – durch ein Selendefizit – erst zu gefährlichen Krankheitserregern werden. Ein Beispiel dafür ist die in China verbreitete Keshan-Erkrankung. Auslöser dieser Herzmuskelerkrankung ist das Coxsackie-Virus – ein für die Menschen eigentlich harmloser Erreger. In selenarmen Gegenden Chinas kann Selenmangel die Aggressivität dieses harmlosen Virus erhöhen und zur Keshan-Erkrankung führen. Beobachtungen zeigen, dass diese Erkrankung in Gebieten mit guter Selenversorgung selten ausbricht.

Selen bei Coronavirus

Jetzt ist das Coronavirus auch in Deutschland angekommen und es wird uns die nächsten Monate weiterhin intensiv beschäftigen. Ein wirksamer Impfstoff ist aktuell noch nicht in Sicht. Aber was kann man tun, um sich vor dem Virus zu schützen – außer sich an Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen zu halten und Menschenmengen zu meiden?

Wichtig ist vor allem, das Immunsystem zu stärken. Das Spurenelement Selen spielt dabei eine zentrale Rolle bei der Wirksamkeit der körpereigenen Abwehr. Selen trägt auch zur Produktion von spezifischen Abwehrstoffen bei und unterstützt so den Organismus im Kampf gegen Viren und Bakterien.

Ein Selenmangel kann wiederum die Immunreaktion auf Viren schwächen. Auch die Ansteckungskraft von bestimmten Viren kann durch ein Selendefizit erhöht werden – dazu gehören auch die Coronaviren. Und: Ein Defizit des Spurenelements Selen in Viren kann zu Erbgutveränderungen führen, die ihre Fähigkeit steigern, in den Organismus einzudringen und sich zu vermehren. Das wurde bereits beim Influenzavirus nachgewiesen. Auch beim mit dem SARS-CoV verwandten SARS-Virus kann ein Selendefizit zu Mutationen führen, die dessen Ansteckungskraft erhöhen.

Eine Substitution von Selen – am besten als anorganisches Natriumselenit – wird von vielen Experten empfohlen. Der Shop www.nutrikontor.de bietet unter anderem anorganische Selen-Monopräparate an. Der Vorteil: Anorganisches Selen wird vom Körper sehr viel schneller und besser aufgenommen als organisches Selen, weil Natriumselenit direkt in spezifische Selenoproteine (z.B. Glutathionperoxidasen, Deiodasen) eingebaut werden kann. Organisches Selen wird dagegen als Aminosäure erkannt. Es kann nicht direkt in Selenoproteine eingebaut werden.

Was kann man noch tun, um das Immunsystem zu stärken? Sich ausgewogen und gesund ernähren, viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf und auf Alkohol und Zigaretten möglichst verzichten. Und: Nicht zu viel Angst vor dem Corona-Virus haben. Denn auch die Psyche spielt für ein intaktes Immunsystem eine wichtige Rolle.