Selen gegen Wochenbettdepression

Mutter zu werden ist für die meisten Frauen das größte Glück. Bei manchen Frauen kommt es nach der Entbindung aber ganz unerwartet zu einer tiefen Traurigkeit – gepaart mit großer Erschöpfung und mit Versagensängsten. Hält dieses Stimmungstief länger an, liegt möglicherweise ein Baby-Blues vor. Das Stimmungstief beginnt drei bis fünf Tage nach der Entbindung. Ein Grund dafür: die schlagartige hormonelle Umstellung. Die Schwangerschaftshormone Östrogen und Progesteron bilden sich zurück, während der Körper Prolaktin für die Milchbildung produziert.

Neben der Hormonveränderung kommt es auch häufig zu Stress durch Schlafmangel, körperliche Strapazen der Geburt und die neue Verantwortung als Mutter. In den meisten Fällen ist der Spuk der Gefühle nach spätestens zwei Wochen wieder vorbei. Hält das Stimmungstief allerdings länger als vier Wochen an, kann das ein Zeichen einer postpartalen Depression oder auch Wochenbettdepression sein.

Eine Ursache für diese Depression könnte in einer noch nicht diagnostizierten Schilddrüsenunterfunktion liegen – der Hashimoto-Erkrankung (Autoimmun-Thyreoiditis). Studien weisen darauf hin, dass ein Grund für diese Erkrankung auch auf eine Unterversorgung des Spurenelements Selen zurückzuführen sein kann.

Während der Schwangerschaft ist der Selenbedarf erhöht, weil das Baby für die Entwicklung zusätzlich Selen benötigt. Die Studien zeigen, dass die Einnahme von Selen während der Schwangerschaft den Ausbruch einer Hashimoto-Erkrankung und einer Wochenenddepression häufig vorbeugen kann.