Test: Wie gut steht es um Ihre Selenversorgung?

Wussten Sie schon? Je gesünder Sie sich ernähren, desto höher ist das Risiko eines Selenmangels. Klingt etwas absurd, ist aber tatsächlich so. Das wichtige Spurenelement ist vor allem in tierischen Fetten wie im Fleisch, Meeresfisch, in Eiern oder Milchprodukten zu finden. Eine vegetarische Ernährung ist zwar gesünder, das gilt aber nicht in puncto Selenversorgung. Für die Veganer ist eine Supplementierung von Selen als Nahrungsergänzung noch bedeutender.

Wie ernähren Sie sich? Und wie gut steht es um Ihre Selenversorgung? Auf dem Seniorenportal www.feierabend.de können Sie hier testen, wie es um Ihre Selenversorgung steht. Die Erkenntnisse können überraschen.

Sie ernähren sich sehr selenarm? Von Paranüssen als veganes und sehr selenreiches Lebensmittel ist übrigens abzuraten. Die Nüsse sind anfällig für krebserregende Aflatoxine und besitzen in hohem Maß natürliche Radioaktivität. Schon der Verzehr von zwei Paranüssen pro Tag kann die radioaktive Belastung um etwa die Hälfte erhöhen.

Bei einem Mangel kann Selen auch als Nahrungsergänzung supplementiert werden. Dabei wird vor allem das mineralische Selen (Natriumselenit) empfohlen, weil es zielgerichteter in die passenden Eiweißstoffe eingebaut wird.

Die drei großen Selen-Lügen

Von giftig bis Wunderwirkung – über Selen werden die verrücktesten Gerüchte und Geschichten verbreitet. Hier kommen die größten Selen-Mythen und was an ihnen dran ist:

Selen ist giftig

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 70 Mikrogramm für einen erwachsenen Mann und 60 Mikrogramm für eine Frau. Die tödliche Dosis liegt über 3.200 Mal höher als die empfohlene Menge. Also auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Übrigens: Ein Selenmangel kann über das Blutbild nachgewiesen werden. Die durchschnittliche Selenaufnahme liegt in Deutschland meist deutlich unter den Empfehlungen der Ernährungswissenschaftler. Aus diesem Grund kann die Substitution von Selen sinnvoll sein.

Selen wirkt Wunder

Selen ist weder giftig noch wirkt es Wunder bei Heilungen von schweren Erkrankungen. Aber: Durch Selen kann der Körper freie Radikale unschädlich machen und seine Zellen dadurch vor oxidativem Stress schützen. Das Spurenelement ist an vielen Körpervorgängen beteiligt, sodass ein Mangel an Selen schwere gesundheitliche Folgen haben kann. Typische Symptome bei Selenmangel: schwaches Immunsystem, Haarausausfall, Unfruchtbarkeit bei Männern, Anfälligkeit für Schilddrüsenentzündungen, allgemeine Schlappheit, psychische Probleme bis zu Herzschwäche.

Selen wird mit der Nahrung aufgenommen

Selen kommt in Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten, Eiern, Getreide und Milchprodukten vor – je nach Selenkonzentration im Boden. In Europa ist allerdings der Selengehalt unserer Böden sehr niedrig im Vergleich zu Amerika. Aus diesem Grund kommt es häufig auch bei gesunder Ernährung zu Selenmangel. Vegetarier und Veganer sind davon noch stärker betroffen. Stark selenhaltige Lebensmittel wie beispielsweise Paranüsse sollten allerdings nur in geringen Mengen verzehrt werden, weil sie Schimmelpilze und somit auch Aflatoxine enthalten können. Außerdem reichern sie natürlich vorkommende Radioaktivität an. Der Verzehr von zwei Paranüssen am Tag erhöht schon die radioaktive Belastung. Experten vom Bundesamt für Strahlenschutz empfehlen aus diesem Grund, den Selenstatus lieber durch Nahrungsergänzungsmittel zu verbessern.