Test: Wie gut steht es um Ihre Selenversorgung?

Wussten Sie schon? Je gesünder Sie sich ernähren, desto höher ist das Risiko eines Selenmangels. Klingt etwas absurd, ist aber tatsächlich so. Das wichtige Spurenelement ist vor allem in tierischen Fetten wie im Fleisch, Meeresfisch, in Eiern oder Milchprodukten zu finden. Eine vegetarische Ernährung ist zwar gesünder, das gilt aber nicht in puncto Selenversorgung. Für die Veganer ist eine Supplementierung von Selen als Nahrungsergänzung noch bedeutender.

Wie ernähren Sie sich? Und wie gut steht es um Ihre Selenversorgung? Auf dem Seniorenportal www.feierabend.de können Sie hier testen, wie es um Ihre Selenversorgung steht. Die Erkenntnisse können überraschen.

Sie ernähren sich sehr selenarm? Von Paranüssen als veganes und sehr selenreiches Lebensmittel ist übrigens abzuraten. Die Nüsse sind anfällig für krebserregende Aflatoxine und besitzen in hohem Maß natürliche Radioaktivität. Schon der Verzehr von zwei Paranüssen pro Tag kann die radioaktive Belastung um etwa die Hälfte erhöhen.

Bei einem Mangel kann Selen auch als Nahrungsergänzung supplementiert werden. Dabei wird vor allem das mineralische Selen (Natriumselenit) empfohlen, weil es zielgerichteter in die passenden Eiweißstoffe eingebaut wird.

Selenmangel bei Vegetariern und Veganern

Es klingt paradox: Je gesünder wir uns ernähren, desto größer ist das Risiko eines Selenmangels. Vegetarische oder auch vegane Ernährung sind voll im Trend. Der Verzicht auf Fleischprodukte und tierische Fette hat viele Vorteile: So führt eine fleischlose Ernährung zu niedrigerem Blutzucker- und Blutdruckwerten und mindert das Risiko von Diabetes und sogar bösartigen Tumoren.

Aber die spezielle Ernährung birgt auch Gefahren: Viele Veganer und Vegetarier entwickeln Mangelerscheinungen durch die zu geringe Aufnahme an Eiweiß, Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffen. Und: Viele weisen einen niedrigen Selenstatus auf, da sie auf eine wichtige Säule der Selenversorgung verzichten. Das Streichen von Fleisch und Fisch vom Speiseplan kann die tägliche Selenaufnahme um bis zu 30 Prozent verringern. Bei Veganern ist die Gefahr des Selenmangels noch größer, weil sie komplett auf tierische Produkte verzichten.

Eine ausreichende Selenversorgung ist für viele Körperfunktionen essentiell, wie für die Schilddrüse, das Immunsystem oder auch die Spermienbildung. Über 50 Prozent des Selens wird über Fleisch (27 Prozent), Fisch (11 Prozent), Milchprodukte (11 Prozent) und Eier (4 Prozent) aufgenommen.

Vegane und beliebte Selenlieferanten wie Paranüsse sind mit Vorsicht zu genießen, weil sie häufig das krebserregende Schimmelpilzgift Aflatoxin enthalten, das stark radioaktiv belastet ist. Der Verzehr von zwei Paranüssen am Tag erhöht schon die radioaktive Belastung. Experten vom Bundesamt für Strahlenschutz empfehlen aus diesem Grund, den Selenstatus lieber durch Nahrungsergänzungsmittel zu verbessern. Gerade bei Vegetariern und Veganern sollte dringend über eine Substitution von Selen nachgedacht werden.